Monthly Archives: Dezember 2015

Unsere Bücherprojekte 2015/16

 

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Charlotte Masons Schüler benutzten “lebendige” Bücher anstelle von trockenen Schulbüchern. “Lebendige” Bücher wurden normalerweise von einem Autor, der eine Leidenschaft für ein bestimmtes Thema hat, in erzählerischem Ton geschrieben. Ein “lebendiges” Buch lässt ein Thema richtig zum Leben kommen.

Die Schüler mussten dann das Gelesene in eigenen Worten nacherzählen oder zusammenfassen, um das Gelernte im Gedächtnis zu verankern. Ausfüllen von Lückentexten und “Multiple Choice” gab es nicht. Die Kinder übten den Gebrauch der gebildeten Sprache, indem sie die Ideen von dem Gelesenen wiedergaben und Verbindungen mit dem bereits Gelernten herstellten.

Charlotte Mason lehrte Handschrift und Rechtschreiben, indem sie Ausschnitte aus Büchern verwendete, die großartige Ideen anstelle von bloßen Wörterlisten vermittelten.

Sie regte dazu an, viel Zeit im Freien zu verbringen, sich direkt mit Gottes Schöpfung auseinanderzusetzen und die Natur zu entdecken.

Sie stellte die Werke großartiger Künstler und Komponisten vor und gab den Schülern Zeit, ihre Werke persönlich kennenzulernen.

Sie servierte ihren Schülern ein “Festmahl” von Ideen aus verschiedensten Quellen – angefangen von Shakespeare, Stricken, Bibel, Wandern durch Fluss und Feld, Algebra, Singen, bis hin zu den Fremdsprachen. Durchgehend wichtig aber waren ihr die folgenden Gewohnheiten: Volle Aufmerksamkeit, immer das Beste geben, Lernen des Lernen wegens.

All dies sollte dem Kind im geistigen Wachstum helfen; denn wir lernen, um zu wachsen.

Unsere Literatur, die wir mit diesen Ideen nacherzählten:

 

Klaus Kordan “Die Reise zur Wunderinsel

Buchprojekt unseres 9-Jährigen

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und

Das geheimnisvolle Papier, Herbert Erdmann

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Englische  Literatur  (6. Klasse) 

Wonder “von R J Palacio      

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  Charlie and the Chocolate Factory,  Roald Dahl

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Deutsche Literatur (6.Klasse)

“Der Herr der Ringe”Tolkien

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Deutsche Literatur (8. Klasse)

Anne Frank-Tagebuch

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Das Jahr der Wölfe”  Willi Fährmann       

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Englische Literatur (8.Klasse)

“The Strange Case of Dr Jekyll and Mr Hyde”Robert Louis Stevenson

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I am Malala

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The Last Sin Eater,Francine Rivers                   

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William Shakespeare

Englische Literatur (6.und 8.Klasse)

Ein Sommernachtstraum

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A Midsummer Night’s Dream

Unbenanntthgh mit einem dramatisierten Audiobook

“Romeo und Julia” nach W. Shakespeare

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Romeo and Juliet- Reclam

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Vorlesebücher für die ganze Familie

Eric Liddell: Mehr als olympisches Gold         

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Der Kleine Prinz,Antoine de Saint-Exupéry

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Die Pilgerreise,John Bunyan

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Mehr Büchertipps gibt es hier


 

 

 

 

Category: Buchtipps

Tipps,wie du dein Kind zum Schreiben inspirieren kannst

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  1. Es muss den Schreibvorgang  verstehen lernen
  2. Was es erzählen kann, das kann es auch schreiben
  3. Es braucht einen Grund zum Schreiben (z.B.Tagebuch, )
  4. Es sollte zuerst von persönlichen Erfahrungen schreiben

Die Erzählung für das Kind aufschreiben, wenn es selbst dazu noch nicht fähig ist

 

Quelle:http://remembrancepress.com/6-tips-for-inspiring-your-child-to-write/

 


 

 

Rückblick …

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auf die Homeschooler-Konferenz in St. Gilgen

Mein Mann und ich sind nun das dritte Jahr als „Home-Teacher“ tätig und stürzten uns eigentlich ohne jegliche Vorbereitung in dieses Abenteuer. Der Grund dafür ist der, dass wir in einer Notsituation steckten und eine schnelle Entscheidung treffen mussten. Das christlich-reformpädagogische Privatschulprojekt meines Mannes wurde eine Woche vor Schulanfang nach genau vier Jahren Laufzeit abrupt beendet – und das „nur“ aus Gebäudegründen. Wir standen nun vor der Wahl – Regelschule oder Homeschooling? Denn eine vergleichbare Schule mit erschwinglichen Schulbeiträgen gibt es in unserer Gegend nicht. Mein Mann war derjenige, der das Homeschooling vorschlug. Ich stand noch zu sehr unter Schock, um irgendetwas Vernünftiges denken zu können. Eigentlich hatte ich mich darauf eingestellt, ab Herbst nur noch ein Baby zu Hause zu betreuen und die drei größeren Kinder gut versorgt zu wissen. Ich wollte meine ruhigen Vormittage genießen! Das gebe ich ganz offen zu.

Ideologisch hatten wir uns mit verschiedensten Reform-Pädagogen beschäftigt, da wir ja auch wissen wollten, was an „unserer“ Schule gelehrt wurde. Doch Homeschooling kannte ich nur aus der englischsprachigen Welt. Ich kannte niemanden in Österreich, der sein Kind zu Hause unterrichtete. Und nun sollte ich so jemand werden? Gerade hatten wir Pionierarbeit geleistet mit vielen bürokratischen und auch geistlichen Kämpfen, und jetzt sollten wir ohne Pause sofort wieder Pionierarbeit beginnen in anderer Form? Ich brauchte eine Weile, um mich an den Gedanken zu gewöhnen. Aber da hatte ich schon mein „Ja“ gegeben und steckte mittendrin. Die ersten Externistenprüfungen nahten und es ging ums „Eingemachte“. Mein Mann und ich hatten vereinbart, dass ich mit unserem Ältesten zu den Prüfungen fahren sollte.

Dort, in der NMS Pfeilgasse lernte ich dann zum ersten Mal Eltern von anderen Externisten kennen und stellte fest, dass einige von ihnen schon sehr viel Routine hatten. Der Austausch tat mir völligem Neuling sehr gut. Langsam bekam ich etwas Einblick in die „Szene“.

Die ersten zwei Jahre kämpften wir uns so halbwegs vorwärts. Wir lernten „by doing“. Es war schon sehr anstrengend. Andererseits genossen wir als Familie die viele Zeit, die wir plötzlich miteinander hatten. Der Kampf um die ehemalige Schule hatte uns alle viele Opfer gekostet und wir fanden nun wieder ganz neu zusammen. Die Materialien, Möbel etc. des ehemaligen Projekts hatten wir in einer Halle gelagert und als es nun spruchreif wurde, die Sachen zu verkaufen, bekamen wir Kontakt zu Susi (Christian Homeschooler). Sie vermittelte uns einige christliche Schulen, die Interesse an den Sachen hatten. Durch sie bekamen wir auch die Einladung zur Homeschooler-Konferenz.

Ich war so erfreut! Endlich Leute, die so lebten wie wir – und noch dazu Christen waren! In unserem Bekanntenkreis wurde unser Homeschooling anfangs halbwegs akzeptiert, sozusagen als „Notlösung“. Doch als wir unser drittes Jahr begannen, wurden auch andere Stimmen laut. Negative, fast gehässige. Da tat es mir sehr gut, ein langes Wochenende lang Gleichgesinnte zu treffen und mal nicht der „Exot“ zu sein. Ich war alleine da, um zu sehen, ob diese Konferenz auch für uns als Familie in Frage kommen könnte. Und gleichzeitig, um mit den Zweifeln in meinem Inneren im Bezug auf Homeschooling aufzuräumen. Dieses Jahr hatten wir bereits drei Kinder zu unterrichten und ich hatte Bedenken, wie wir das schaffen sollten. Für mich war es nach wie vor eine „Übergangslösung“ und kein fixer „Lebensstil“.

Als Willkommensgruß lag ein Bibelvers auf meinem Kopfkissen und traf genau ins Schwarze. Es war für mich ein Zeichen, dass Gott mich hier haben wollte.

Das Programm beeindruckte mich. Sehr interessante Themen, Referenten aus verschiedenen Ländern, Parallele Kinderprogramme für verschiedene Altersgruppen. Meine ersten Eindrücke: Die Unterkunft war nett, ein typisches Jugendgästehaus. Die Verpflegung ok, der Lärmpegel beim Essen sehr hoch. Die Teilnehmer bunt gemischt, teils mit noch sehr kleinen Kindern. In drei Worte zusammengefasst: Bunt, lebendig, inspirierend. Ein besonderes Geschenk war es für mich, einige „fertige“ Homeschool-Absolventen als sympathische, verantwortungsbewusste junge Erwachsene zu erleben. Das und was ich auf dieser Konferenz sonst mitbekam an Input, persönlichen Geschichten und Erfahrungen, hat mir geholfen, mich wirklich voll und ganz zu entscheiden für unseren eingeschlagenen Weg. Zumindest für dieses Jahr. Was Gott die nächsten paar Jahre mit uns vorhat, wissen wir noch nicht. Homeschooling ist auf jeden Fall eine gute, prägende, bereichernde Erfahrung für uns.

Maria Lang, geb. 1976, lebt mit ihrer Familie in Wieselburg, Niederösterreich.

Sie unterrichtet gemeinsam mit ihrem Mann seit 3 Jahren ihre 4 Kinder zu Hause und ist daneben als Autorin, Illustratorin und Referentin tätig. Ihre beiden Bücher „Einmal auftanken bitte! – 52 Atempausen für Mütter“ und „Kinder, Kirche, Kuchenkrümel – Mit Gott durch meinen Mama-Alltag“ sind im Neukirchener Verlag erschienen. Auf der Seite www.meinefamilie.at schreibt sie regelmäßig Blogs zu verschiedenen Themen .

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Wort-Training

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Wort-Training ist das Wiederholen bzw. Aufsagen von aneinandergereihten Silben, egal, ob sie etwas bedeuten oder nicht. Charlotte Mason meinte, dass die Gedanken des Kindes oft woanders sind und der Lehrer Tricks und Wiederholungsübungen anwendet, um es dazu zu bringen, sich an bestimmte Wörter zu erinnern.

Traurigerweise besteht die Ausbildung vieler Kinder aus solchen Übungen. Manchmal wiederholen oder singen die Kinder bestimmte Wörter. Ein andermal müssen die Kinder den Lückentext ausfüllen, um zu beweisen, dass sie sich an die Wörter erinnern. Und nur allzu oft haben die Kinder keine Ahnung, welche Ideen hinter den Wörtern, die sie wiedergeben, stecken.

Z. B. lesen Kinder folgenden Text: „Tabak war die beste Bargeldeinnahmequelle für das koloniale Virginia. 1776 betrug der Ertrag bereits 55 Mio. Pfund pro Jahr.“

Am Ende des Kapitels finden sie dann die folgenden Fragen dazu:

1. Was war die beste Bargeldeinnahmequelle für das koloniale Virginia?

2. Wie viel Pfund betrug sie im Jahr 1776?

Die Kinder finden die entsprechenden Antworten dann, indem sie den Text durch scannen und beantworten die Fragen richtig, weil sie das richtige Wort gefunden haben. Leider haben sie aber oft keine Ahnung, was hinter der Idee eines kolonialen Virginias steht bzw. was eine Bargeldeinnahmequelle ist, geschweige denn wie die Profitgier beinahe Jamestown zerstörte.

Es ist alles nur ein Wort-Training bzw. Erinnerungsspiel. Sag dem Lehrer das richtige Wort, nach dem er fragt.

Im Gegensatz dazu: Stell dir vor, was sich in deinem Kopf abspielt, wenn du ein einziges Wort hörst: Erntedank (Thanksgiving). Sofort kommen dir dabei viele Bilder und Emotionen in den Sinn welche deinen Geist und dein Herz erfüllen. Diese Erinnerungen kannst du dann auf unterschiedliche und abwechslungsreiche Art und Weise in Worten und Sätzen beschreiben. Auf manche kannst du dann näher drauf eingehen.

Das ist das, was Charlotte unter Geist-Training verstanden hat. Dabei wird der ganze Geist aktiviert, weil er sich mit lebendigen Ideen befasst.

Deshalb verwendete sie „Lebendige Bücher“. Du erinnerst dich an Erzählungen, weil sie deine Emotionen berühren und deine Phantasie entfachen. Du siehst eine Szene in deinem geistigen Auge, und von dieser Szene aus kannst du Erinnerungen mit deinem ganzen Geist herausholen: Sehen, Hören, Riechen, Emotionen. Diese Ideen kannst du dann auf unterschiedlichste Art und Weise frei mitteilen.

Das ist Geist-Training. Ein Riesenunterschied ist das!

Geist-Training oder Wort-Training – welches Training betonst du in deinem Heimunterricht? Charlotte glaubte, dass dann, wenn uns der Unterschied der beiden Trainingsarten bewusst wird, wir bereit sein werden, „umfassende Änderungen in unseren Lehrmethoden vorzunehmen.“