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Die Liebe zum Lernen

Heute habe ich die Ehre, einen Beitrag für Susis tollen „Homeschoolerinaustria“ Blog beizusteuern.

Ich werde über das Lernen schreiben. Du denkst jetzt vielleicht: „Über was auch sonst, es ist ja schließlich ein Homeschooling Blog“. Doch ich möchte nicht nur über das Lernen an sich schreiben, sondern über die Liebe zum Lernen. Warum ich das schreibe? Weil ich das Lernen liebe und mir wünsche, dass ich andere damit anstecken kann.

Doch wer schreibt hier überhaupt?

Ich heiße Sabine Eberle, bin glücklich verheiratet mit meinem Mann Artur und gemeinsam haben wir vier Kinder zwischen fünf und zehn Jahren.

Vor fünf Jahren entschieden wir uns dafür, dass unsere Kinder zu Hause lernen dürfen.

Da wir in Deutschland lebten, mussten wir einen Weg finden, wie das trotz Schulhausanwesenheitspflicht (gern auch „Schulzwang“ genannt) klappen könnte. Einen legalen Weg haben wir gefunden, trotzdem stand eines Tages die Polizei vor der Tür und befragte unsere Nachbarn, danach uns. Das war für uns der Startschuss, unsere Zelte in Deutschland abzubrechen und uns in Österreich anzusiedeln. Innerhalb kürzester Zeit war unser Haus verkauft, der Kaufvertrag für unser Haus in Österreich besiegelt und das Abenteuer konnte beginnen. Vielleicht fragt sich der Ein- oder Andere, warum wir uns so entschieden haben. Ein  Grund ist, weil wir unseren Kindern die Liebe zum Lernen erhalten wollten. Du liest richtig. Nicht, dass wir die Liebe zum Lernen hervorrufen wollten. Diese Liebe oder Freude beobachteten wir schon von Geburt an. Diese Freude und den Enthusiasmus wollten wir erhalten und nähren. Jedes unserer Kinder hat spezielle Interessen, Begabungen und Neigungen, in allem gleich ist ihnen jedoch, dass sie mehr davon erfahren, erleben und begreifen möchten.

Für viele Erwachsene und auch Kinder ist der Begriff „Lernen“ ein rotes Tuch. Unsere Welt bietet so viel Ablenkung und häufig wird diese genutzt, um dem Lernen aus dem Weg zu gehen.

Unter Lernen verstehe ich zum einen, in Beziehung zu treten zu Themen, die unser Leben betreffen und zu Themen, die uns interessieren. Zum Anderen sehe ich Lernen als ein Vernetzen von Information, welches ermöglicht, sich ein umfassendes Bild von der Welt um uns herum zu machen. Nicht außer acht lassen möchte ich auch den Bereich der Fertigkeiten, die es uns ermöglichen, immer selbstständiger durch das Leben zu gehen.

Praktisch sieht das so aus, dass ich versuche, dass Interesse eines Kindes an einem Thema zu wecken, indem ich einen möglichst greifbaren „Bezug“ herstelle. So waren wir am Freitag mit folgender Fragestellung Richtung Wald aufgebrochen: „Woran kann ich Bäume unterscheiden?“ „Woher weiß ich, dass der eine Baum eine Birke, der Andere eine Buche ist?“ Unser 1.Klässler war nicht mehr zu halten und selbst unser 4.Klässler war voll dabei mir allerlei Antworten zu geben, sich die Bäume genau anzuschauen und zu beschreiben.

Im Werken wird unser 1.Klässler ein Holzbrett abschleifen, das als Regal über seinem Bett angebracht werden soll.

 Jetzt gibt es natürlich nicht nur „Spaß“ während des Lernens, sondern auch Übungen, die vielleicht weniger Freude hervorrufen. Bei uns ist das z.B. das Schreiben.

Wenn ich um die Interessen meines Kindes weiß (z.B. Bäume), kann ich ihn etwas zum Thema Bäume schreiben lassen. So nutze ich die Motivation und den Lerneifer, um auch die ungeliebte „Übung“ etwas aufzuhellen.

Natürlich habe ich mir das nicht alles selbst ausgedacht, sondern profitiere sehr von den Vorträgen über die Charlotte Mason Methode. Diese wurden uns in den letzten Jahren auf den Wochenendseminaren des Vereins Homerschoolers.at nahe gebracht. Einige Dinge habe ich umsetzen können und bin begeistert, welchen Nutzen es den Kindern, auch für den Regelschulstoff, bringt. Da einige Punkte der Charlotte Mason Methode für mich noch unklar sind oder es an der Umsetzung hapert, freue ich mich auf den Workshop, der in der nächsten Woche starten wird .

Um andere Menschen zu unterstützen, sich auf den Weg zu machen das Lernen zu lieben, habe ich ein Fernstudium zum Lerndidaktiker begonnen. Dort werde ich erfahren, wie man die Schwierigkeiten, die einem auf dem Lernweg begegnen, bearbeitet. Mein Ziel wird es sein, dem Lernenden Mut zu machen, dass er vieles schaffen kann, auch wenn es eventuell Unterstützung braucht. Das gilt für Kinder vom Vorschulalter bis hin zu Erwachsenen, die evtl. unter Prüfungsangst oder ineffizienten Lerntechniken leiden.  Vor allem aber möchte ich, dass die Angst vor dem Lernen/Prüfungen/Versagen abnimmt und die Freude daran, Neues zu erarbeiten und zu entdecken, wächst.

Ich bin froh in einer Welt zu leben, in der es so viel Spannendes zu Entdecken und zu lernen gibt und hoffe, ich kann auch anderen Mut machen zu entdecken und zu erforschen – zu lernen.

Sabine Eberle

https://www.arturbine.at/

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Der 1. Podcast ist online!

Endlich ist es so weit ….

(ein Gastbeitrag von Heidi)

…ich habe es geschafft. Noch fasse ich es nicht … die erste Episode von Stroh im Kopf’s Podcast ist fertig. Der Trailer, welcher euch verrät, was euch im Podcast erwartet, ist online und wartet nur darauf von euch gehört zu werden.

Mein Podcast ist online. Eigentlich sollte es heißen unser Podcast, denn Susi, die ein Exklusivgast in meinen Episoden sein wird, war maßgeblich bei der Entstehung beteiligt. Sie hat mir immer wieder Feuer unter dem Hintern gemacht, damit ich mein Bestes gebe. Ich wollte beispielsweise schon aufgeben und keine Hintergrundmusik einblenden. Mir kam das alles viel zu kompliziert vor. „Heidi,“ sagte sie. “ Du wirst jetzt nicht schlapp machen. Es kann ja wohl nicht so schwer sein, die Musik einzuspielen. Ich schicke dir ein Tutorial von YouTube.“ Ich stöhnte und ja wie ihr hören könnt, habe ich gelernt ein Audio File einzubinden. Susi ist einfach eine exzellente Homeschool-Mum.

In der Nacht von September auf Oktober saßen Susi und ich beisammen, schlürften zu später Stunde Kaffee und plauderten unsere ersten Podcast Episoden auf’s Band. Zu Anfang waren wir ganz schön nervös. Das Mikrofon stand wie ein Fremdkörper zwischen uns. Bald schon war das Mikrofon vergessen und wir tauschten unsere Gedanken ungezwungen zu den unterschiedlichsten Themen aus. Sprachen darüber wie wir auf den unser Leben verändernden Gedanken kamen unsere Kinder daheim zu unterrichten.

In nicht einmal 2 Wochen wird das Homeschool-Seminar starten. Dieses Thema ist bei uns beiden, wenn wir nicht gerade über den Podcast sprechen, omnipräsent. Susi war ja eine Pionierin der ersten Stunde. Wer also die Hintergründe zum Seminar selber wissen möchte, den empfehle ich in ein paar Tagen mal hier herein zu hören.

Rechtliches und Externistenprüfung … „Mmmh sollen wir gleich am Anfang darüber sprechen?“ fragte ich Susi. „Ist das nicht öde und fad?“ „ Aber nein, das ist doch spannend wie ein Krimi. Was sag ich, nervenaufreibend.“ Tatsächlich nachdem wir diese Episode aufgenommen hatten, dachte ich mir: „Hoffentlich erschrecken wir niemanden?“. Deshalb geb ich es euch im Vorhinein schon mal schriftlich: Alles halb so schlimm.

Es war fast Mitternacht als wir aufhörten zu reden. Die Augen wollten uns zufallen. Hier findet ihr meinen ersten Trailer. Einen kleinen Vorgeschmack auf das, was euch erwarten wird.

https://stroh-im-kopf.libsyn.com/

Kindergartenfrei

Grobmotorik

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Ich möchte die Gelegenheit nutzen mit euch über die einzelnen Fähigkeiten nachzudenken. Das, was bei den Einschulungsuntersuchungen von den Ärzten, Pädagogen und Inspektoren untersucht wird. In dieser Serie möchte ich mit der Grobmotorik beginnen. Die Grobmotorik ist ein präzises Zusammenspiel aus Koordination, Gleichgewicht und Kraft.

Grobmotorik meint alle Bewegungen von Muskeln die einer Gesamtbewegung dienen. Zum Beispiel Hüpfen, Gehen, Laufen, Krabbeln und Klettern. Wie können wir als Eltern die Grobmotorik unserer Kinder fördern, ohne sie zu überfordern? Immer wieder werde ich gefragt, wie man seine kindergartenfreien Kinder richtig fördern kann. Diese Frage scheint eine wirklich große Sorge der Eltern zu sein. Immerhin wird von außen suggeriert, dass nur pädagogisch geschultes Personal unseren Kinder adäquate Förderung zukommen lassen kann. Nun wissen wir es ja eigentlich besser und trotzdem lassen sich viele Eltern, zu Unrecht, verunsichern.

Wir brauchen nicht viel Geld und noch weniger eine pädagogische Ausbildung um unsere Kinder grobmotorisch zu fördern. Das Tolle ist,dass fast alle Kinder grobmotorische Beschäftigungen mögen. Grobmotorik im Alltag fördern- wie sieht das konkret aus?

 Balancieren. Ich glaube alle Kinder lieben Balancieren. Kaum ist eine kleine Mauer in Sicht wollen meine Kinder hinauf. Baumstämme im Wald sind ebenfalls ein wunderbarer Ort zum Balancieren, es scheint so, als würde es in den Kinder stecken balancieren zu wollen. Ihr kennt das sicher? Auch die Kinder mit Höhenangst (zu denen ich zählte) balancieren gerne, am Liebsten auf Linien oder bunten Steinen. Probiert es doch einmal aus und malt euch Spiralen auf den Hof oder gestrichelte Linien. Eure Kinder werden es lieben von einem Strich zum nächsten zu hüpfen.

Spielplatz. Ein Spielplatz ist immer ein guter Ort zum Schulen der Grobmotorik. Auch wenn ich persönlich Waldspielplätze bevorzuge, bieten Spielplätze doch so einiges an, was die Grobmotorik unserer Kinder schult. Nehmen wir nur einmal das Schaukeln. Wie viele Muskeln allein beim Schaukeln beansprucht werden. Auch beim Rutschen wird die Grobmotorik gefördert. Die Kinder müssen meist eine Leiter hoch klettern und dann auch noch gerade sitzen, wenn die Rutsche ein Kurve macht und zum Schluss noch springen. Ihr seht, überall auf dem Spielplatz begegnen uns grobmotorische Fördermöglichkeiten. Dafür brauchen wir keinen Kindergarten. Stellt euch nur mal vor, was beim Graben passiert! Grobmotorikförderung vom Feinsten.

Luftballon/Ball Unsere Kinder haben es geliebt mit Luftballons Tennis zu spielen. Man braucht dazu nur eine Fliegenklatsche. Luftballons fliegen viel langsamer als Bälle und deshalb sind Erfolgserlebnisse garantiert. Manchmal ist es für kleine Kinder ein bisschen frustrierend, wenn die Bälle schneller wegkullern, als sie zugreifen können. Das ist bei Luftballons ein bisschen anders. Generell kann man aber sagen, Ball spielen und Luftballon-Tennis ist beides eine gute Grobmotorikschulung.

Springen. Es muss ja nicht immer das riesige Trampolin sein. Auch die Natur bietet uns viele Möglichkeiten zu springen und zu hüpfen. Für unsere Kinder ist das Pfützen-Hüpfen besonders witzig. Wer schafft es ohne nasse Füße zu bekommen über die Pfützen zu hüpfen? Nach einem lauen Sommerregen macht es natürlich auch besonders viel Spaß barfuß in die Pfützen zu hüpfen. Liebe Eltern, macht das einfach mal nach, ihr werdet sehen, es ist gar nicht so schlimm. Wir gehen dann gezielt los, um in die Pfützen zu hüpfen, damit haben wir die Probleme mit der falschen Kleidung direkt vorher gelöst. Die Grobmotorik können wir bei so vielen Gelegenheiten schulen. Zum Beispiel beim Schwimmen, Klettern, Fahrrad fahren, Inline Skaten, Seilspringen und Gummitwist (Es lohnt sich dieses alte Spiel wieder neu zu beleben). Stelzen und Dosen laufen macht auch viel Spaß und ist ein hervorragendes Grobmotorik Training. Ihr seht, wir sind ohne pädagogische Ausbildung absolut befähigt unsere Kinder grobmotorisch zu fördern.

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Alexandra und ihr Mann leben seit 2 1/2 Jahren im Elsass.Vor vier Jahren haben sie die Internetseite kindergartenfrei.org ins Leben gerufen.

Alexandra ist die Hauptreferentin am 6. Homeschoolerseminar  Oktober 2019

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Auf natürliche Weise Englisch von Geburt an lernen #2

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von Vera L. / OÖ

Allgemeiner Hinweise und Ergänzung:

Man sollte den Gebrauch der Sprachen trennen und nicht mischen.
Es gibt ein weiteres System:
Im Haus spricht man Englisch, außer Haus nur Deutsch
(das funktioniert auch sehr gut, da dann die Umgebungssprache zu Hause komplett
Englisch ist und außen Deutsch)
Oder:  Wer sich diese 24 Stunden Umstellung nicht zutraut und trotzdem den
Kindern ein Gefühl der Sprache vermitteln möchte, kann im Haus/in der
Wohnung sich eine „Englischecke“ einrichten (räumliche
Sprachtrennung im Innenbereich) und dann 10 bis 15 min am Tag in
dieser Ecke englische Bücher vorlesen, englische CDs mit Musik und
Geschichten hören, englische Spiele spielen, englisch singen etc.

2.) Sich nicht von Kritik und Meinungen von anderen beirren lassen!
Wir haben uns von der Kritik – ihr verwirrt die Kinder, die Kinder müssen erst die Muttersprache richtig lernen – nicht beirren lassen. (Gerade Pädagogen und Lehrer waren sehr besorgt.) Wieviel Milliarden Menschen wachsen in ihren Ländern bilingual auf (weil es dort so üblich ist) und sind nicht verwirrt, sondern es ist völlig normal? Kinder sind sehr wohl in der Lage, klar zwischen den Sprachen im Gehirn zu unterscheiden. Wir hatten sogar mal einen Bericht Radio gehört, dass wenn ein Kind in Mathematik in Deutsch nicht zurechtkommt, wechselt es im Kopf auf die englische Sprache und kann das Problem lösen. Häufig ist Neid auch ein Problem der Umgebung….hier sollte man in Liebe darüber hinwegschauen und weitermachen. Unsere Kinder sind uns heute so dankbar, dass sie Englisch fast wie ein Muttersprachler sprechen.

3.) Sprachcomputer in Taschenrechnerform / heute evtl. IPAD / IPOD / IPhone
Beim Sprechen im Alltag in Englisch mit den Kindern fiel sehr schnell auf, dass man ja in der Schule nie die wirklichen Alltagswörter, -gegenstände, -handlungen lernt. Was heißt denn schon Bagger oder Sandkasten, oder Suppenkelle, oder Backofenblech? Oder: Ich schlage die Sahne! Immer zum Lexikon zu laufen und nachzuschauen war zu aufwändig…so besorgten wir uns einen kleinen Sprachcomputer in Taschenrechnerform, der uns von da an ständig begleitete. Er lag beim Kochen neben dem Herd, beim Spielen im Kinderzimmer, beim Lesen auf dem Schoß…wenn mir was nicht einfiel, habe ich es schnell eingetippt und ausgesprochen….so lernte ich gleichzeitig mit meinen Kindern auch die Alltagssprache.
(bei Amazon eingeben: Taschenübersetzer, Taschentranslator, Sprachencomputer)

4.) Kinderbücher vorlesen / Deutsche Bedeutung hinzuschreiben / Read-Along-Books:

Gerade ich als Mutter habe durch das Vorlesen von Kinderbüchern sehr viel gelernt. Kinderbücher haben ja auch den Zweck, so nach und nach den Wortschatz und den Horizont der Kinder zu erweitern und mit den Wörtern bzw. der Sprache zu spielen. Kinderbücher helfen, den Grammatik- und den Sprachgebrauch ganz natürlich zu erweitern. Wie ist es mit der Aussprache? Hier gibt es viele Bücher im Englischen, die eine CD passend zum Buch haben…man nennt das auch Read-Along -Books. Diese CDs haben wir uns oft angehört, gleichzeitig mit dem Buch oder auch unabhängig vom Buch.
Viele englische Bücher haben Texte, die sich reimen und einfach lustig sind. Durch das Reimen behält man sich viel schneller die die Wörter.

5.) Singen / Musik CDs

Im Englischen gibt es tolle Nursery Rhymes (Kinderlieder), zu denen es viele Bewegungen gibt. Auch solche sind mit Buch und CD erhältlich. Noch heute haben wir diese Lieder mit Bewegungen als Familie im Kopf und erinnern uns gerne an den Spaß, denn wir hatten, wenn wir diese Lieder im Wohnzimmer gesungen und uns dazu „bewegt“ hatten.

6.) Ein Wort zum Internet / zum IPAD

Wie gerne hätte ich schon damals auf gute Kinderfilme in englischer Sprache zurückgreifen können. Aber heute bin ich froh, dass wir die Sprache fast nur im „echten“ Leben gelernt haben und viel gemeinsam in der Sprache gespielt, gemalt, erzählt, gelesen, getanzt, geturnt haben. So wurde wirklich der ganze Mensch – Körper – Geist und Seele – für den Sprachenerwerb genutzt. Über das Internet / IPAD ist der Spracherwerb häufig nur eindimensional bzw. zweidimensional. Die echte Alltagskommunikation spielt sich aber im Dreieck ab…Sprecher – Zuhörer – Gegenstand. Es kommt auch immer zu einem Feedback (Reaktion – Gegenreaktion // Intonation der Sprache) zwischen Sprecher und Zuhörer, den ich als sehr wichtig für das bilinguale Lernen erachte.
Was nicht heißt, das Internet nicht zu nutzen. Nur sollte man darauf achten, dass man es im ausgewogenen Verhältnis zum realen Lernen gebraucht.

7.) Bücherempfehlungen:

Jetzt habe ich auch viel von Büchern und CDs gesprochen….welche kann ich denn auch heute noch empfehlen?
Da wir als Homeschooler ganz früh mit der Charlotte Mason Methode starteten, haben wir als Eltern immer darauf geachtet, den Kindern gute Literatur anzubieten. Gute Literatur fängt schon bei den ganz Kleinen an. Sie zeichnet sich durch gute, lebendige, witzige, abwechslungsreiche Sprache aus. Uns war es wichtig, dass viele Bücher auch Realitätsbezug hatten und nicht nur reine Sachbücher waren, sondern viel von dem Leben um uns herum, Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft, erzählen. Bücher, in denen wertvolle Charaktere beschrieben werden, Geschehnisse beschrieben werden, die die Kinder auch mit ihren Gefühlen mit in die Geschichte hineinnehmen. Bücher, die in ihrer Gestaltung künstlerisch ansprechend waren (viele Bücher haben wir für den Kunstunterreicht zum Anreiz genommen, indem die Kinder die Skizzen oder Bilder abmalten).

Viele dieser Bücher kann man über Amazon bestellen (neu und gebraucht) oder auch nur gebraucht, z. B. über abebooks.com, ebay etc.

 

Hier meine ersten Tipps:

(man kann nicht nur einzelne Bücher, sondern auch sogenannte Collection-Books, Treasurybooks etc. erwerben: Das sind Kinderbuchbände, die eine Sammlung von guten Kinderbüchern erhalten. Ich habe einige in der Liste erwähnt).

Alter bis 2 Jahre:
Für das Alter bis 2 Jahre kann man zunächst mit noch einfachen Bilderbüchern (auch deutsche) und mit einfachen Sätzen anfangen: Where is the dog? Show me the dog? What is that? A dog makes…wouf, wouf..…das Kind an erste Ausdrücke, Substantive, Verben, Ausrufe etc gewöhnen (so wie man ja im Deutschen auch mit Bilderbüchern anfängt).
Dazu einfache Nursery Rhymes und Lieder und Fingerplays. Normales Sprechen im Alltag anfangen. (Denkt mal darüber nach, wie ihr im Deutschen Eure kleinen Toddlers ansprecht.)

Eric Carl Books:   Brown Bear, Brown Bear what do you see?
The very hungry caterpillar
The very busy spider
Opposites
ABC
etc. (viele gibt’s es mit zugehöriger CD)
Sandra Boynton   Opposites
Happy Hippo, Angry Duck
The going to bed book
Are you a cow?

Eric Hill                 Where is Spot?
Spot can count
Spot goes tot he farm
Spot says goodnight
Rod Campbell      Dear Zoo
Karen Katz           Where is Baby’s Belly Button?
(Flip-Flop-Books) Where is Baby’s Mommy?
(and more…)
Alter 3 bis 5:

Virginia Lee Burton        Mike Mulligan and his steam shovel
Mike Mulligan and More

A Virginia Lee Burton Treasury

P. D. Eastman:     Go, Dog, Go!
(fantastic books    I’ll teach my dog 100 words (co author: Michael Frith)
for the start!)         Are you my Mother
Flap your wings
The best nest
Sam and the firefly
Dr Seuss Books:  Horton Hatches the Egge
Green Eggs and Ham
The Cat in the Hat
One Fish two fish Red fish Blue fish
Dr. Seuss’S ABC
Hop on Pop
I can read with my eyes shut
Dr. Seuss Beginner Book Collection 1
Dr Seuss’s Second Beginner Book

Richard Scarry:   What do People do
Cars and Trucks and things that go
Best word book ever

HarperCollins   HarperCollins Treasury of Picture Books Classics:
A Child’s first Collecition

Michael Bond/R.W. Alley:  The Paddington Teasury: Six Classic Bedtime Stories

Judith Kerr:     The Judith Kerr Treasury (sehr schöne einfache Sätze)

Arnold Lobel:   Frog and Toad Storybook Treasury

Gene Zion   Harry the Dirty Dog

Laura Ingalls Wilder Books:  Little House in the …
…gibt es für verschiedene Altersklassen

Robert McCloskey   Make Way for McCloskey  (Treasury Books)
(tolle Zeichnungen)   u. a. : Make was for ducklins
Blueberries for Sale

Heather Army:  Usborne Farmyard Tales
The silly sheepdog, tractor in trouble, barn on fire, kitten’s day out
(gibt es fast nur noch gebraucht, unsere Kinder haben sie geliebt)

Ludwigs Bemelmans Madeline   (in Paris)
(super Bücher)  Madeline in London
Madelin Rescue

Munro Leaf   The Story of Ferdinand

Judi Barrett:   Cloudy with a chance of meatballs

Michael Rosen  We’re Going on a Bear Hunt

Rod Campbell   Dear Zoo

Alice Schertle   Little Blue Tractor leads the way

Sherri Duskey Rinker  Steam train, Dream Train,
Goodnight, Goodnight Construction Site
Nur noch gebraucht erhältich, aber sehr gut und unsere Kinder  liebten sie (hatten wir mit Kassette)
:
Ladybird books:  The little blue tractor
by Nicola Baxter The little red car
Noisy litte truck
Little yellow digger
Big little bus
Helpful litte Mechanic
Forgetful little Fireman
Busy little Postman
Bold little tiger
Little Pink Ballerina

Generell:  Es gab den Ladybird books Verlag (oder gibt es noch).
Viele gute Bücher, viele kann man heute sehr billig gebraucht kaufen.
Einfach unter „Ladybird books“ oder „Ladybird Children’s Classics“) suchen

Musik / Lieder / Nursery Rhymes auf CD oder MP3:

a) Tolle Lieder zum Bibelverslernen
von Steve Green : Hide’em in your Heart Vol 1 and 2
(gibt es als MP3 Download oder CD von Amazon – auch Probehören möglich):
b.) The Usborne Nursery Rhyme Songbook with Audio-CD
c.) die WEE SING Books von Pamela Conn Beall mit Audio-CD
Animals
Fingerplays
Move
d.) von Cedarmon Kids: Action Bible Songs, Bible Songs, Sunday School Songs
e.) 30 Best Action & Games Songs for Children

Tipps aus dem Internet:

Gebt mal ein:  „Scholastic books“  unter youtube ein….
Es tauchen unter dem Namen „katyrine88“ ganz viele Bücher auf, die ich oben
empfohlen haben. Dort werden die Bücher vorgelesen und auch vorgesungen)
So bekommt ihr einen ersten Eindruck von den Büchern und ihr hört
Aussprache.

Filme in British English:   Postman Pat (schönes britisches Englisch)
Bob the Builder
Fireman Sam

Hier geht es zum ersten Teil


 

Für Anmeldungen zum 3.Homeschoolerseminar am Annaberg/Nö (es sind noch Restplätze vorhanden) bitte hier klicken:


 

 

 

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Auf natürliche Weise Englisch von Geburt an lernen #1

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von Vera L. / OÖ

 

Auf den letzten Seminaren und Treffen bin ich immer wieder gefragt worden, wie wir es geschafft haben, unsere Kinder bilingual, also zweisprachig, Deutsch-Englisch zu erziehen, obwohl kein Elternteil Englisch als Muttersprache hat. Wir waren zwar vor acht Jahren mal für vier Jahre nach Neuseeland ausgewandert, aber zum Zeitpunkt der Auswanderung waren unsere Kinder im Alter von 7 und 9 Jahren bereits fließend in beiden Sprachen.

Ich hatte versprochen, einige Tipps zusammenzuschreiben, was ich die nächsten Monate so nach und nach nun erfüllen möchte.

 Zunächst mal der Hintergrund:

In der Schule haben meine Mann und ich so gut wie kein Englisch gelernt. Ich stand auf dem Weg zum Abitur kurz vor der „5“ auf dem Zeugnis – so einen Schönheitsfehler wollte ich mir nicht erlauben und so wählte ich Englisch kurzerhand ab. Obwohl ich die Sprache liebte und soooo gerne lernen wollte…aber wie es in der Schule lief, mit dem ganzen Vokabellernen, den Gebrauch der Englischen Zeiten, den ich nicht verstand, kaum sprechen, viele langweiligen Grammatikübungen – das haute einfach nicht hin.

Nach dem Abitur wollte ich in die Wirtschaft und….hatte kein Englisch auf dem Zeugnis. Die Berufschancen in diesem Bereich sanken damit gegen Null. Was tun? Kurzerhand entschloss ich mich für zwei Monate auf eine Sprachschule nach New York zu gehen.

Und siehe da….innerhalb von kurzer Zeit hatte ich durch das Einsinken in die Sprache den Gebrauch der Zeiten ganz intuitiv verstanden, ich babbelte in der englischen Sprache locker drauf los – so wie mir der Schnabel gewachsen war – und war in der Lage mich überall zu verständigen. Im Eingangstest erreichte ich erst Stufe 5-6 und ich verließ die Schule nach 8 Wochen mit der Stufe 9 und einem Zertifikat, das mir erlaubte, an allen Universitäten der USA zu studieren. Die Berufswelt stand mir wieder offen.

Als ich dann 12 Jahre später Kinder bekam, entschlossen wir als Eltern spontan (nachdem wir einen positiven Bericht im Radio gehört hatten), sie bilingual zu erziehen. (Unser Sohn war damals 2 Jahre alt und unsere Tochter gerade geboren). Wir informierten uns kurz im Internet wie man das denn so am besten anfängt und starteten mit einer 3-wöchigen Probezeit, in der wir keine Krabbelgruppen- oder Babyschwimmtermine hatten. Wir hielten uns auch mit Besuchen zurück, da wir wussten, die Leute würden uns doch ziemlich belächeln und das würde uns in der Motivation zurückwerfen.

Nach drei Wochen war bereits das Erstaunliche geschehen…unser Sohn, der bis dahin 45 deutsche Worte sprach (wir hatten mal eine Liste gemacht), war bereits komplett auf 45 englische Wörter umgestiegen. – Er hatte seinen Wortschatz verdoppelt. Enorm!

Wie hatten wir (er) das geschafft? Nun zu den ersten Tipps!:

  • OPOL = One Parent One Language:

 

Wir kamen am besten mit dem System: OPOL = one parent one language zurecht. Das bedeutet, dass ein Elternteil immer die eine Sprache spricht (bei uns der Vater Deutsch und die Mutter Englisch). Das gilt sowohl für den Innenbereich (zu Hause), als auch für den Außenbereich (außer Haus).

Hier gab es dann nach den ersten drei Wochen schon die ersten Probleme:

Die Kritik bester Freunde und auch Familienmitglieder war groß: „Ihr verwirrt die Kinder!.“ – „Seid ihr was Besseres?“ – „ Wir verstehen Euch nicht mehr!“

So habe ich dann im direkten Umgang mit anderen Leuten, z. B. bei Besuchen, mit den Kindern deutsch gesprochen, aber sobald es nur um die Kinder und mir ging, wieder nur Englisch.

Fortsetzung folgt!

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