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Homeschooling in Bern -ein Erfahrungsbericht

Wir sind eine 5 – köpfige Familie aus der Schweiz und wohnen in der Nähe von Bern.
Ich denke an die letzten gut 4 Jahre zurück, seit wir als Quereinsteiger zu Hause unterrichten:
Als die 3 Jungs noch in die öffentliche Schule gingen, hatte ich am Morgen vielleicht etwas mehr Freizeit.
Jedoch empfand ich die Zeit, als sie von der Schule nach Hause kamen und noch mit Hausaufgaben beschäftigt waren, sehr sehr intensiv und kräfteraubend. Am Wochenende noch dieses und jenes (noch nicht Begriffene) nachholen, persönliche Elterngespräche mit Lehrern , Elternabende für alle, für den Schwimmunterrricht wurde noch eine Mutter als Hilfe gesucht, für jenen Anlass eine Fahrerin, für den Theaterbesuch eine Begleiterin ….
Fazit: Die Zeit als Homeschool-Mutter ist intensiv, die Zeit vorher war es nicht weniger, einfach anders. Als Homeschool-Mutter werde ich weniger fremdbestimmt (keine Schule, die Ansprüche an mich erhebt), die “Freiwilligen-Arbeit” liegt ganz einfach nicht mehr drin und das Umfeld respektiert dies auch.
Telefongespräche werden aufs Minimum reduziert (am Morgen übernimmt sie sowieso der automatische Telefonbeantworter…)
Die Aufgabe als Homeschool-Mutter ist etwas sehr Schönes! Die Kinder abzuholen, wo sie stehen, auf sie einzugehen, wie sie’s brauchen. Lernen, wie es ihnen entspricht. Konkret: Zwei unserer drei Jungs sitzen absolut nicht gerne still am Tisch oder Pult und werden noch weniger gern mit Papier und Bleistift beschäftigt. Also muss man sich andere kreative Sachen ausdenken (und sich von Gott schenken lassen), wie man einem Kind z.B. ein Mathethema näherbringt.
Beruflich ist nun der älteste unserer Jungs im 3. Lehrjahr als Landschaftsgärtner, hat kaum einmal Zeit, sich hinzusetzen oder Arbeiten im Sitzen zu erledigen, er ist glücklich und zufrieden, draussen zu arbeiten! Er ist absolut nicht der “Sitz-Typ”. Die öffentliche Schule kennt kaum etwas anderes.
Das Zusammensein und Zusammenleben als Homeschool-Mutter mit den Kindern ist eigentlich das Natürlichste, was sich der Schöpfer ausgedacht hat. Wenn die Kids eine Beziehung zu den Eltern haben, kann man sie auch erziehen. Dies schafft überhaupt die Grundlage für die Bildung (education = Erziehung und Bildung).
Euch allen viel Mut und Freude und Zuversicht!
Ihr werdet eines Tages ernten, was ihr jetzt (manchmal unter Tränen und Müdigkeit) gesät habt!
Ihr gebt euren euch vom himmlischen Vater anvertrauten Kinder das Beste mit auf den Weg!
Liebe Grüsse aus der Schweiz
Franziska Widmer

Franziska hat einen tollen hilfreichen Blog—> www.schulstube.jimdo.com/

Reinschauen lohnt sich!

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