Interview mit unserem Referenten- Homeschoolseminar 2018

Sebastian Engelhardt, einer der Autoren von
Literatur im Deutschunterricht: Deutungen aus christlicher Sicht 
im Interview

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.)Kannst du dich und deine Familie kurz vorstellen?

Meine Frau und ich leben seit sieben Jahren Elsass, um dort unsere Vision von biblischer Bildung und Erziehung zu leben. Gemeinsam erziehen und unterrichten wir unsere fünf Kinder und erleben die Höhen und Tiefen des Alltags einer Homeschoolfamilie. Beruflich arbeite ich als Deutschlehrer an einer Freien Evangelischen Schule und bin dort auch für den Bereich Unterricht aus christlicher Perspektive und Schulentwicklung zuständig.

.)Eines der Workshops lautet: „Der Umgang mit den digitalen Medien“

Wo siehst du die größte Gefahr für unsere Kinder?

Die größte Gefahr ist der Faszination der „digitalen Maschine“ unreflektiert und ungeschützt ausgesetzt zu sein. Diese Idee werde ich auch im Vortrag auf der Konferenz im Oktober vorstellen. Alle Menschen tragen Sehnsüchte mit sich herum: Die Sehnsucht der Grenzenlosigkeit, der Allmacht, der Freiheit, der Vollkommenheit … Viele diese Sehnsüchte erfüllt die „digitale Maschine“ in einer nie dagewesenen Weise. Die klassische „Medienpädagogik“ greift viel deswegen zu kurz, weil sie von einem falschen Menschenbild ausgeht: „Sage einem Kind, warum etwas schlecht ist, und es wird die Finger davon lassen.“ Im Gegensatz dazu zeigt die Bibel: Ein Kind braucht mehr als Aufklärung, wenn es im digitalen Zeitalter bestehen soll.

.)Kann jedes Kind Freude am Schreiben entwickeln?

Ja. Ebenso wie jedes Kind Freude am Singen, Abwaschen oder Beten entdecken kann. Motivation hat bestimmte Faktoren, die Menschen von außen beeinflussen können, andere sind Gott vorenthalten. Das, was wir als Eltern oder Lehrer tun können – speziell im Fall vom Schreiben – werde ich in einem Workshop versuchen praxisnah aufzeigen.

.) Wie heißen deine Lieblingsbücher?

Derzeit bin ich begeistert von Gerhard Margs „Was töricht ist vor der Welt“. Es schildert den Briefwechsel eines jungen Römers, der Sekretär von Pontius Pilatus wird und Jesus kennenlernt. Marg schafft es in hoher Sprachkunst und mit großer Sensibilität für Kultur und Denken dieser Zeit das Bild Jesu aus Sicht eines Römers zu entwerfen, das ganz neue Nuancen des Heilands offenbart. Dieser schon etwas ältere Briefroman wird nicht mehr aufgelegt, aber er wird hoffentlich noch dieses Jahr neu und kommentiert in unserem „Semper Reformanda Verlag“ erscheinen.

.) Welche Tipps würdest du Familien geben, die mit Homeschooling beginnen?

Die beste, effektivste, nachhaltigste Bildung und Erziehung geschieht allein, im stillen Kämmerlein, auf den Knien.

Danke, Sebastian, für das Interview!

Wir freuen uns auf das Seminar.

(Es sind noch Plätze frei, bitte rasch anmelden!)

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