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6 tools for self-education

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“The children, not the teachers,

are the responsible persons;

they do the work by self-effort.”

Charlotte Mason, Vol. 6, p.6

 

 

1. Lies ein wertvolles Buch!

“Wir müssen lesen, mit dem Ziel, wirklich etwas zu wissen,

ansonsten wissen wir nichts, obwohl wir lesen.”

(CM, Vol. 6, p.13)

 

2. Fasse in eigenen Worten zusammen!

“Wenn ein Schüler etwas in eigenen Worten sagen kann, können wir sicher sein, dass er es verstanden hat und weiss. Wenn er es nicht sagen kann, dann weiss er es auch nicht.” (CM, Vol. 6, p. 172f)

 

“Knowledge is not assimilated until it is reproduced.” (CM, Vol 6, p. 155)

 

 

3. Beobachte genau und sorgfältig!

Echtes Lernen geschieht, wenn die Schüler zum Denken angeregt werden

und Zusammenhänge erkennen

und diese mit ihrem Leben und Wissen verbinden können. (www.amblesideschweiz.ch/ The Science of Relations)

 

4. Notiere deine Entdeckungen!

  • Schreib-Hefte: für ihre Aufsätze, schriftliche Nacherzählungen, Diktate, Grammatik-Entdeckungen
  • Ein Motto-Buch: für Lieblingszitate aus den Büchern, die sie gerade lesen
  • Ein Jahrhundertebuch: eine Zeitleiste um geschichtliche Zusammenhänge zu erkennen
  • Ein Naturtagebuch: für Beobachtungen in der Natur
  • ein Mathematik-Notizbuch: für Mathematikprinzipien, die sie unter unserer Anleitung entdeckt haben

 

 

5. Lerne auswendig und trage es vor!

“It is a delightful thing to have the memory stored with beautiful, comforting, and inspiring passages.” (CM, Vol.1, p 253)

 

“The one reciting should speak beautiful thoughts so beautifully, with such delicate rendering of each nuance of meaning, that he becomes to the listener the interpreter of the author’s thought.” (CM, Vol. 1, p. 223)

 

6. Kreiere etwas Eigenes!

Das kann ein Vortrag, ein Lapbook, ein Plakat, eine Powerpoint, eine Zusammenfassung oder eine Lektion sein.

 

“There is no education but self-education

and only as the young student works with his own mind

is anything effected.”

(CM, Vol.6, p.289)

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Yasmine Luethi ist Referentin beim Homeschool-Seminar 2017 am Annaberg.
Sie lebt mit ihrer Familie in Rumänien.
Hier könnt ihr den sehr interessanten Blog von Yasmine lesen:
https://lebenundlerneninrumaenien.wordpress.com/2017/02/28/wie-kann-mein-kind-ein-selbstaendiger-lerner-werden/


 

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Soft Skills fördern bei Kindern

webseite CM

Immer wieder berichten Eltern darüber, dass sie eine große Kluft zwischen dem österreichischen Lehrplan und dem Lernvermögen ihrer Kinder wahrnehmen. Die Kinder werden nicht mit dem Stoff fertig. Die Lerneinheiten ziehen sich in die Länge. Es gibt Tage an denen nur noch gelernt wird, und die gemeinsame Freizeit zu kurz kommt. Manchmal denkt man darüber nach, ob die Entscheidung unsere Kinder in den häuslichen Unterricht zu geben richtig war. Kennt ihr das? Charlotte Mason schreibt sehr viel über diese Probleme und ihre Lösungen. Leider wird darüber nicht sehr oft berichtet. Es ist ja auch ein schwieriges Thema. Ich möchte euch nun ein paar grundlegende Fakten aus Masons Wissensschatz darlegen und hoffe dem Einen oder Anderen damit ein bisschen Sicherheit und Wohlgefühl schenken zu können.

„Soft skills“ sind heute wichtiger denn je, wenn es darum geht eine Berufsausbildung zu beginnen. Mason bezeichnete diese „soft skills“ als „habbits“, im Sinne von Fähigkeiten und Fertigkeiten, oder auch Eigenschaften die durch Einsicht erworben werden. Liest man ihre Texte genauer, kann man erkennen, dass sie diese Fähigkeiten und Fertigkeiten immer wieder mit automatisierten Handlungen vergleicht. Warum macht sie das? Ist es nicht wichtig, dass unsere Kinder sich aus „freiem Willen“ für gutes Benehmen etc. entscheiden? Natürlich ist das so. Kurz zusammengefasst möchte ich das wie folgt erklären: wenn unsere Kinder ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten und vor allem den Willen dazu automatisiert haben, wenn sie nicht mehr darüber nachzudenken haben, ob sie etwas tun sollen, wollen oder können, dann sparen sie sich sehr viel Zeit. Die Frage ist nun, wie man so ein Verhalten aufbauen kann.

Zu aller erst nimmt sich Charlotte Mason uns, die Eltern, zur Brust. Wir tragen die Verantwortung dafür, welche Gewohnheiten, Fähigkeiten und Fertigkeiten in unseren Kindern entstehen. Dessen sollten wir uns wieder ganz bewusst sein. Natürlich werden unsere Kinder auch von außen beeinflusst und natürlich macht es keinen Sinn Kinder abgeschottet von der Umwelt aufwachsen zu lassen. Haben wir jedoch in den ersten Jahren den Grundstein für christliches Verhalten gelegt, können unsere Kinder auf diese Basis zurückgreifen und zwar nicht nur das Lernen betreffend, sondern in ihrem ganzen Leben. Der wichtigste Grundsatz hierbei ist, dass wir unseren Kindern jenes Verhalten vorleben, welches wir von ihnen wünschen. Das fängt bei der Tagesstruktur an. Kinder die von klein auf an einen geregelten Tagesablauf gewohnt sind, haben auch mit zielgerichtetem planvollen Lernen im häuslichen Unterricht weniger Probleme.

Die ersten grundlegenden Verhaltensweisen die Mason aufzählt lauten: Taktgefühl, Wachsamkeit und Beständigkeit. Diese sollten „mit der Muttermilch eingesogen werden“. Dieses Verhalten leben wir vor, indem wir angemessen und ständig auf das Einhalten gewisser Regeln achten. Das gilt in jeder Hinsicht: Wenn wir mit unseren Kindern, oder für sie, einen Lernplan erstellen, sind wir auch dafür zuständig, dass dieser eingehalten wird. Wenn wir sagen: wir machen jeden Tag 15 Minuten Mathematik, dann ist nach 15 Minuten Schluss. Darum ist es auch so wichtig, dass sich Zeitdauer und Inhalt der Pläne mit der Lernentwicklung des Kindes ändert. Dazu noch später. Weigert sich ein Kind zu lernen, liegt das daran, dass es eine schlechte Gewohnheit erlernt hat. Nämlich die, die eigenen Wünsche und Bedürfnisse über die der Anderen zu stellen. Das richtige Verhalten müssen wir dann wieder neu einlernen. Mason betont es sehr – und sie hat so recht – dass es hat keinen Sinn macht stundenlang an einem Fach zu sitzen, um ein Arbeitspensum zu schaffen! Die Abwechslung der Tätigkeiten ist von Bedeutung, wenn es darum geht, unseren Kindern die Freude am Lernen zu erhalten.

Einige Kinder haben vielleicht Probleme über eine bestimmte, festgesetzte Zeit bei der Sache zu bleiben. Hier ist es unsere Aufgabe das Kind an seinen Auftrag zu erinnern, mit Taktgefühl und ständig und durch einen angemessenen Arbeitsplan das Lernen zu lenken. Masons Grundsatz, das Thema, oder wenn ihr wollt der Motivationsspruch, war und ist: I am, I can, I ought, I will. „I am“ im Sinne von, jedes Kind ist individuell verschieden „I can“ es hat die Möglichkeit etwas zu tun „I ought“ wir kennen die richtige Entscheidung die zur Ausführung leitet (Jakobus 1,22) „I will“ und diese Entscheidung fällt positiv, kraftvoll für die Ausführung aus, Alles recht und schön. Aber in der Praxis?

Grundsätzlich… Mason warnt uns davor unsere Kinder zu verweichlichen und zwar auf eine ganz besondere Art und Weise. „Wir haben auf dem Plan zwar Geschichte stehen, aber heute ist es so schön und für morgen ist Regen gemeldet, geht doch einfach hinaus zum Spielen. Wir sind ja im häuslichen Unterricht, wir können es uns einteilen.“ Kennt ihr das? Ihr habt schon eine Planung vorgenommen und zwar diese: heute ist Geschichte dran. Was lernen die Kinder daraus? Man kann Ausnahmen machen! Warum sollen wir dann nicht morgen auch eine Ausnahme machen, oder übermorgen? Und schon entsteht etwas sehr Ungeliebtes, aber Bekanntes: das Chaos. Auch hier gilt es taktvoll und beständig ein Vorbild zu sein. Wir verlangen unseren Kindern sehr viel ab, wenn sie sich ständig auf Veränderungen einstellen müssen. Gute Gewohnheiten helfen dem Kind und auch uns Erwachsenen gute Entscheidungen zu treffen. (Im Sinne von Römer 12,2)

Diese Gewohnheiten lokalisiert Mason nicht nur im geistigen Handeln, sondern auch im körperlichen Tun. Sie empfiehlt Kinder schon früh zur sportlichen Betätigung zu ermutigen, da dies ihrer Erfahrung nach großen Einfluss auf die Fähigkeit der Kinder hat ihre Gedanken und Gefühle in richtige Bahnen zu lenken. Was empfiehlt Mason nun, um das richtige Verhalten zu formen? Erstens, ermutigt sie uns zu erkennen, dass das richtige Verhalten sich selbst belohnt, also keiner externen Bewertung in Form von Noten oder Süßigkeiten, etc. bedarf. Wenn das Kind durch Konzentration und Eifer vor der festgelegten Zeit mit seiner Arbeit fertig ist, gehört der Rest dieser Zeit dem Kind, es darf darüber frei verfügen. Auch dies sollen wir bemerken, und zwar immer: Sieh wie schnell du das geschafft hast! Du hast dir nun 5 Minuten Pause verdient! Doch bis es so weit ist, wird es unsere Aufgabe sein darauf zu achten, dass die Anforderungen an den Zeitplan angepasst sind und dieser eingehalten wird. Auch für den Fall, wenn gar nichts mehr geht, hat Mason einen Rat: wechselt das Thema! Macht etwas ganz Anderes und tauscht einfach die Fächer. Dann kommt wieder in das schwierige Thema zurück, denn eines ist klar, die Aufgaben sollen erfüllt werden.

Kleinkinder

Masons Ratschläge fangen nicht mit dem Schulalter an, oder im Kindergarten. Sie beginnt mit dem Säugling. Wenn ihr merkt, dass das kleine Kind sich einer Sache zuwendet, ergreift diese Gelegenheit und versucht durch passende Geschichten, Lieder oder Reime die Aufmerksamkeit eine kurze Zeit lang aufrecht zu erhalten. Tut das bewusst! Oft flunkern kleine Kinder gerne, wenn sie etwas erzählen. Haltet sie dazu an bei der Realität zu bleiben. Märchen gibt es im Märchen und sonst nicht. Ihr tut euch und den Kindern etwas Gutes damit. Ab dem zweiten Lebensjahr wird es zur Aufgabe der Kinder ihre Sachen selbst wegzuräumen. Achtet darauf, dass die Spielzeuge im Kinderzimmer in Ordnung sind. Sortiert zum Beispiel immer wieder leere Filzstifte aus, spitzt die Farbstifte mit dem Kind, legt die Puppenkleidung zusammen, stellt die Autos schön ins Regal. Jedes Ding hat seinen Platz und jedes Ding sollte auch Nützlich sein! Fangt auch in diesem Alter an das Kind an Regelmäßigkeiten zu gewöhnen. Die tägliche Spielzeit, das tägliche Essen, der tägliche Spaziergang. So ist euer Kind daran gewöhnt, dass es zu Hause eine strukturierte Zeit gibt.

Die Aufmerksamkeit

Die Fähigkeit Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten ist eine sehr wichtige Voraussetzung für das Lernen. Unser Bewusstsein, das Denken, ist grundsätzlich immer in Bewegung, darum ist es um so wichtiger schon früh zu lernen diese Gedanken in bewusste Bahnen zu lenken. Mason definiert das Denken über das Gesetz der Assoziationen, also über das Herausbilden von Verknüpfungen. Sie bezeichnet diese Fähigkeit als „guten Diener, aber schlechten Lehrherrn“. Es ist unsere Aufgabe die Lerninhalte interessant zu machen. Darum ist unser grundsätzliches Interesse am Lerninhalt eine Voraussetzung. Vor allem sollen wir darauf achten, dass die Kinder nicht über ihren Büchern träumen. Wenn wir bemerken, dass nichts mehr weitergeht, ist es Zeit das Thema mit einem komplett anderen Thema auszutauschen. Wir sollen auch darauf achten, dass sich komplizierte Fächer in denen wir viel nachdenken müssen mit entspannenden Fächern abwechseln. Auch die Zeiteinteilung trägt dazu bei, die Aufmerksamkeitsspanne zu erhöhen. Wichtig dabei ist das Augenmerk auf sorgfältiges Arbeiten zu legen. Die Anzahl der Aufgaben soll ein sorgfältiges Arbeiten ermöglichen. Für Kinder unter acht Jahren ist eine Zeitspanne von bis zu 20 Minuten pro Einheit genug! Wir sollen unsere Kinder richtig loben. Lob ist eine natürliche Belohnung. Natürliche Belohnung sind Dinge die als logische, positive Konsequenz auf ein Handeln folgen. Dazu gehört also auch die Zeit die ich mir einspare. Mason schreibt, dass Kinder die fürsorglich erzogen werden, fast keine Bestrafung nötig haben. Trotzdem dürfen wir es nicht akzeptieren, wenn Kinder zum Beispiel das Lernen verweigern. Hier ist wieder das Taktgefühl, die Wachsamkeit und Beständigkeit der Mutter gefragt. Ein schlechter Nebeneffekt der beim Lernen entstehen kann, wird von Mason auch bemerkt. Es könnte sein, dass die Kinder ins Wetteifern verfallen. Darum: Gute Noten (im Sinne von Lob, als Belohnung) gibt es für gutes Benehmen und nicht vor erbrachte kognitive Leistungen. Hierzu gehört auch der Fakt, dass unsere Kinder nicht für uns, oder für sich selbst lernen, sondern um einen Arbeitsauftrag zu erfüllen, denn alles andere ist sehr schwierig. Wir lernen weder für die Eltern (oder die Schule), denn dann fehlt uns die nötige Aufmerksamkeit die wir brauchen um uns sorgfältig zu arbeiten (oder auch einfach der Wille dazu), noch für uns selbst, denn Christus steht an erster Stelle in unserem Leben und nicht wir. In Österreich gibt es eine Schulpflicht die neun Jahre beträgt und diese Pflicht haben wir zu erfüllen (Lukas 20,25). Lobt also die Kinder, wenn sie es schaffen, ihren Fokus auf das zu Lernende zu legen! „Das war eine sehr gute Arbeitsleistung von dir!“, statt „Du bist aber klug!“. Wenn ihr euch diese Ratschläge zu Herzen nehmt, wird es möglich Abschweifen, Schlampigkeit und Unmut im Keim zu ersticken. Für nicht erledigte Aufgaben, oder zusätzliche Arbeiten falls ihr das als notwendig erachtet, sieht Mason nicht mehr als 1,5 Stunden am Nachmittag vor! Sie ermutigt euch daran zu glauben, dass eure Kinder mit der Zeit lernen werden, ihre Aufgaben zu vollenden, wenn ihr konsequent seid.

Die Fähigkeit zu Denken

Das Ausformen der Aufmerksamkeit bildet hierzu die Grundlage. Der Begriff „Denken“ bedeutet bei Mason den Weg von Ursache und Wirkung, oder umgekehrt, mental nachzuvollziehen. Dies ist also ein klar begrenzter Bereich mit einer Zielsetzung. Mason erinnert uns daran, dass wir das Vorstellungsvermögen des Kindes „füttern“, da wir dem Kind die mediale Grundlage (auch verbal) darbieten. Kinder stellen oft die Frage „warum…“, dies sollten auch wir tun. Fragt die Kinder nach ihren Lerninhalten so, als wärt ihr die Schüler, damit regt ihr das gerichtete Denken an.

Die Fähigkeit sich zu Erinnern

Ich möchte hier nicht näher über die Gedächtnisleistungen des Menschen eingehen. Für uns ist im häuslichen Unterricht jede Fähigkeit von Bedeutung, die es uns ermöglicht Erinnerungen auf „Befehl“ (unserem eigenen) zu reproduzieren. Mason betont hier die Wichtigkeit der Wiederholung. Jede Lektion beginnt mit dem Ende der letzten Lektion. Darum liegt es an euch eine sinnvolle Reihenfolge einzuplanen. Dann wird uns die Fähigkeit des Assoziierens zum Um Wissen zu festigen benötigen wir Zeit! Fragt immer wieder nach: was war davor und was war davor? Denkt beim Planen daran, dass wir Gleiches mit Gleichem verbinden! Solche Dinge können wir uns besser merken. Sucht nach den Gemeinsamkeiten im Lehrplan!

Die Fähigkeit Aufgaben exakt auszuführen

Zu aller erst: gebt dem Kind nie eine Aufgabe zu lösen, die es nicht lösen kann! Wenn ihr wisst, dass euer Kind 7 Buchstaben perfekt schreiben kann und ab dem achten schlampig wird, dann gebt ihm 7 Buchstaben und diese perfekte Ausführung wird gelobt! Lasst die Kinder Bibelsprüche in ein eigenes Notizheft schreiben, oder auch einen Satz aus einem Buch das ihr gerade lest. Helft den Kindern dabei eine Form einzuhalten. Unterstützt sie durch angemessene Zeitpläne.

Die Fähigkeit sich Unterzuordnen

Unterordnung ist die grundlegende Fähigkeit im Leben. Es ist unsere Aufgabe die Kinder auf eine intelligente Art zur Selbstbeherrschung und Rechtschaffenheit zu erziehen. Hierbei geht es nicht um „tue dies“ oder „tue jenes“, sondern um jene Unterordnung die uns die Schrift lehrt. (5. Mose 5,16; Sprüche 6,20) Erwartet die Unterordnung von eurem Kind. Erwartet, dass eure Anforderungen erfüllt werden. Fordert die Einhaltung mit Taktgefühl der Aufgaben und Regeln ein. Lasst euch nicht auf Ausnahmen ein. Kinder die mit Regeln gut umgehen können, können auch mit Freiheit gut

Über die Wahrheit und das Temperament

Zu guter Letzt das Temperament…. Unsere Kinder werden nicht mit einem aufbrausenden Temperament geboren, sie können lediglich mit den Anlagen dazu geboren werden. Es liegt an uns was wir zulassen und was nicht. Darum erneut: seid Wachsam, taktvoll und konsequent. Eine Lüge ist eine Lüge. Schlechtes Benehmen ist schlechtes Benehmen und zwar immer. Arbeitet nicht an den schlechten Gewohnheiten, arbeitet an den guten! Dann kann das gute Benehmen zur Regel werden. Nachzulesen in : Home Education Vol.1 (von Charlotte Mason), When Children Love to Learn (von Elaine Cooper, S. 87 ff.)


 

Eine Weihnachtsandacht für die Familie

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Sucht ihr eine Andacht, die ihr mit eurer Familie zu Weihnachten machen könnt? Unsere Familie macht die folgende Andacht am Heiligabend. Abwechselnd werden Schriftstellen gelesen, Lieder gesungen und die Weihnachtskrippe aufgestellt.

Vorbereitung

Alle Schriftstellen sollten vorher ausgedruckt werden, damit man sie vor Beginn des Programms an die jeweiligen Vorleser austeilen kann. Die ausgedruckten Schriftstellen können in einem Ordner aufgehoben und Jahr für Jahr verwendet werden. Wenn der Erzähler eine Schriftstelle angibt, kann der jeweilige Vorleser die angegebenen Bibelverse vorlesen.

Du brauchst auch ein Liederbuch oder die Texte zu den jeweiligen Liedern.

Die kleineren Kinder können an dem Programm teilnehmen, indem sie die angegebenen Teile der Weihnachtskrippe aufstellen. Wenn du nicht die unten angeführten Figuren besitzt, ersetze sie einfach mit dem, was du zu Hause hast. Die Stücke sollten vor Beginn der Andacht in Papier eingewickelt und nummeriert worden sein.

Das Weihnachtsprogramm

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o Gebet zum Anfang

o Lies Jesaja 9, 6-7: “Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heisst Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groβ werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, dass er’s stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des Herrn Zebaoth.”

o Lied: Jesus, höchster Name

o Lies Micha 5, 1: “Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.”

o Stelle den Stall auf

o Lied: In der Nacht von Bethlehem

Lies Lukas 2, 4-5 “So zog auch Josef von der Stadt Nazareth in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete.”

o Stelle Maria, Josef und den Esel in den Stall.

o Lies Lukas 2,6-7: “Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.”

o Stelle die Krippe mit dem Jesus-Kind in den Stall.

o Lied: Ihr Kinderlein kommet

o Lukas 2, 8-14: “In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat der Engel des Herrn zu ihnen und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr, der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.”

o Stelle einen oder mehrere Engel auf.

o Lied : O du fröhliche

o Lukas 2, 15-20:Als die Engel sie verlassen hatten und in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Kommt, wir gehen nach Betlehem, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ. So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten. Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war”

o Stelle die Hirten und Schafe auf.

o Lied: Engel bringen frohe Kunde

o Eine Kuh oder ein anderes Tier kann jetzt aufgestellt werden.

o Matthäus 2, 1-12: “Als Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten. Als das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem, und er ließ zusammenkommen alle Hohepriester und Schriftgelehrten des Volkes und erforschte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. Und sie sagten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht geschrieben durch den Propheten (Micha 5,1): ‘Und du, Bethlehem im jüdischen Lande, bist keineswegs die kleinste unter den Städten in Juda; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll.’ Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundete genau von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, und schickte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und forscht fleiβig nach dem Kindlein; und wenn ihr’s findet, so sagt mir’s wieder, dass auch ich komme und es anbete. Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stand, wo das Kindlein war. Als sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe. Und Gott befahl ihnen im Traum, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren; und sie zogen auf einem andern Weg wieder in ihr Land.”

o Lied: Andachtsjodler

o Die drei Weisen können nun der Krippe hinzugefügt werden.

o Galater 4, 4-5: “Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan,damit er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen”

o Lied: Stille Nacht

o Ein Gebet zum Abschluss

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Der Text wurde aus dem Englischen übersetzt von Irene Grantham, USA  mit freundlicher Genehmigung der Maxwell Family

Die Bücher der Maxwell Family können in Europa bei Rainbow Books bestellt werden.

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Wer noch einen Adventsleseplan sucht, der kann bei Yasmine einen Plan downloaden:

https://lebenundlerneninrumaenien.wordpress.com/2016/11/22/advents-bibellese-plan-einfach-kurz-und-spannend/

 


 

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Der Pilger und die drei Schreine

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Ich habe eine Geständnis zu machen: Heute wollte ich nicht Mutter sein.

Ich wollte meine Kinder nicht unterrichten. Meine Tochter war zwar bereit, aber als sie auf ihrem Lieblingssessel sass, sank mir das Herz. Warum muss ich das schon wieder machen?

Mein anderes Kind benötigte meinen Rat in einer schwierigen Angelegenheit. Es ist toll, dass ich so eine Beziehung mit meiner Tochter habe. Ich würde das auch niemals ändern wollen. Aber ihre Frage war schwer zu beantworten. Warum krieg ich immer die schwierigen Fragen gestellt? Ich bin weder alt noch weise genug dazu.

Beim Abendessen hat sich meine Familie darüber lustig gemacht, dass ich immer darauf bestehe, dass alle ihr Gemüse essen. Natürlich ist das eine Kleinigkeit, aber auch Kleinigkeiten können einem manchmal zu viel werden. Ich hab es leid, immer die unbeliebten Entscheidungen treffen zu müssen.

Mutter sein ist nicht immer einfach. Eltern haben die von Gott gegebene Aufgabe, die Leitung im Haus zu übernehmen.

Manchmal möchten wir nicht derjenige sein, der alle  Entscheidungen trifft, vor allem, wenn wir merken, wie sehr diese Entscheidungen die Atmosphäre in unserem Haushalt beeinflussen. Manchmal sind wir es leid, die Verantwortung über Kinder und den Haushalt zu tragen.

Wenn wir ehrlich sind, kann das Planen des Abendessens manchmal schon zu viel werden. Noch eine Entscheidung, die wir treffen müssen! Noch eine Verantwortung zu tragen.

Charlotte Mason erkannte, wie schwer es manchmal ist, Mutter zu sein. Also schrieb sie eine Geschichte, um uns zu warnen. (Band 2, Seiten 12 u. 13):

Stell dir vor, du seist ein Pilger auf Wahlfahrt. In deinen Armen trägst du die Last der Authorität – die Verantwortung sich um alles Notwendige im Haushalt und die Kinder zu kümmern.

Während deiner Reise kommst du an drei Schreinen vorbei. Ein Schrein ist eine Art Heiligtum, ein Ort der Anbetung.

Der erste Schrein ist der Schrein der Popularität. Die Versuchung, die Last an diesem Schrein abzulegen, ist sehr groß. Vergiss die Verantwortung! Ich möchte lieber jedermanns Freund sein. Ich will, dass andere mich mögen!

Der zweite Schrein ist der Geschäftigkeit gewidmet. Auch hier wird gern die Last der Verantwortung abgelegt. Es gibt andere Dinge, denen wir lieber unsere Zeit schenken möchten.

Beim dritten Schrein sind viele stehen geblieben. Es ist der Schrein der Leichtigkeit. Die Last der Autorität ist immerhin sehr schwer! Warum muss ich so hart arbeiten? Es wäre leichter, Dingen einfach ihren freien Lauf zu lassen, als sich immer darüber Gedanken zu machen, was für die Familie am besten sei.

Diese Geschichte gibt uns zu denken, nicht wahr? Vor allem, wenn wir sie auf unser Leben beziehen.

Zum Beispiel ist es unsere Aufgabe, unseren Kindern bewusst gute Angewohnheiten beizubringen. Aber manchmal geben wir es auf, weil unsere Kinder den Wert der Gewohnheit nicht erkennen und nicht daran arbeiten möchten. Manchmal gibt es so viele andere Dinge, um die wir uns lieber kümmern würden. Vielleicht haben wir es auch aufgegeben, weil es anstrengend ist, konsequent täglich neue Gewohnheiten zu trainieren.

Der Hausunterricht muss konsequent durchgeführt werden. Jedoch sind wir versucht, Lektionen, die unseren Kindern keinen Spaß machen, auszulassen. Oder wir verbrauchen unsere Zeit mit anderen Aktivitäten, die leichter sind und mehr Spaß machen.

Es ist unsere Aufgabe, lebendige Ideen zu präsentieren. Aber unsere Freunde begnügen sich damit Fakten auswendig zu lernen. Wir vernachlässigen dann den Festschmaus der lebendigen Ideen, weil es leichter ist, den Kindern ein Textbuch vorzulegen, oder sie vor den Fernseher zu setzen.

Autorität tauscht ihre Verantwortung nicht gegen Popularität aus. Wir tun das, was für unsere Familie am besten ist, auch wenn es unseren Kindern nicht gefällt, oder unsere Freunde etwas anderes machen.

Autorität gibt auch nicht ihre Verantwortung im Namen der Geschäftigkeit auf. Wir erlauben es uns nicht, von momentanen sogenannten dringenden Dingen abgelenkt zu werden, sondern konzentrieren uns auf das, was beständig ist.

Autorität gibt auch nicht ihre Last auf, um ihr Leben leichter zu machen. Wir tun, was wir als richtig empfinden, auch wenn uns nicht danach ist, oder es schwierig ist.

Mutter sein ist eine hohe Berufung. Wir beeinflussen die Atmosphäre, Disziplin und das Leben zu Hause. Diese Verantwortung können wir einfach nicht ablegen! Wenn wir aufgeben, müssen unsere Kinder die Last tragen, oder sie gehen unter, weil sie die Leitung, die sie so sehr benötigen, nicht haben.

Und so, meine Mitpilger, hat Charlotte Mason mich wieder einmal ermutigt. Ich hoffe dich auch. Morgen ist ein neuer Tag mit neuen Herausforderungen. Aber während wir den Pfad gehen, der vor uns liegt, wollen wir uns erneut unserer Verantwortung hingeben. Vielleicht werden wir sie auch zu schätzen lernen.

Um der Kinder willen


 

Süßer Schulanfang

 

Ferienende, Schulbeginn,

die freien Tage sind nun hin.

 

Morgennebel, kühle Luft,

süßer Zwetschkenkuchenduft.

 

Neue Bücher, voll Elan

fangen wir zu lernen an.

 

Leere Hefte, flinke Hand

füllt sie bald bis an den Rand.

 

Neues Wissen, welch ein Spaß,

wenn wir fragen: “Wer?” und “Was?”

 

Was wir lernen hier und jetzt,

wird dann oft gleich umgesetzt.

 

Die Kinder, unser kleines Rudel,

backen einen Apfelstrudel!

Maria Lang 2016

 

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Maria Lang, geb. 1976, lebt mit ihrer Familie in Wieselburg, Niederösterreich.

Sie unterrichtet gemeinsam mit ihrem Mann seit 4 Jahren ihre 4 Kinder zu Hause und ist daneben als Autorin, Illustratorin und Referentin tätig. Ihre beiden Bücher „Einmal auftanken bitte! – 52 Atempausen für Mütter“ und „Kinder, Kirche, Kuchenkrümel – Mit Gott durch meinen Mama-Alltag“ sind im Neukirchener Verlag erschienen. Auf der Seite www.meinefamilie.at schreibt sie regelmäßig Blogs zu verschiedenen Themen .

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