Category Archives: Hausunterricht in Österreich

Infotreffen

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Das nächstes Infotreffen findet im Jänner 2017 in Linz/OÖ statt.

Ort und Datum auf Anfrage:

homeschoolersinaustria(at)gmail.com

 

Das war das Homeschoolerseminar 2016

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Am 1. September 2016 war es wieder so weit. Das Seminar der österreichischen Homeschooler ging in die dritte Runde. Diesmal trafen wir uns in Annaberg bei Mariazell.

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Als das Highlight für die Erwachsenen, vor allem für die Mütter, kann die Vortragsreihe von Yasmin über die Lern- und Lehrmethode der Charlotte Mason bezeichnet werden.

An insgesamt vier Terminen stellte sie uns die Eckpfeiler dieser Methode vor, auf die sich das christliche Homeschooling stützt.

Im Gegensatz zum herkömmlichen Homeschooling wird hier nicht die Schule kopiert, sondern eine ganzheitliche Bildung der Kinder auf Grundlage christlicher Werte angestrebt.

Dies geschieht zum Beispiel einerseits durch sogenannte lebendige Bücher, die durch „richtiges“ Nacherzählen vertieft werden, andererseits auch mittels Ausflüge in die Natur. Diese Ausflüge werden in einem eigenen Journal dokumentiert. Ein täglicher Fixtermin ist natürlich das tägliche Bibelstudium. Doch egal was gerade stattfindet, es wird immer auf den Entwicklungsstand der Kinder geachtet.

Lebendige Bücher behandeln wissenswerte Themen und sind literarisch wertvoll verfasst. Wichtige geschichtliche Ereignisse oder Personen aus diesen Büchern und auch aus dem Bibelstudium werden in ein sogenanntes Jahrhundertbuch eingetragen.

Auch der praktische Teil des Homeschooling kam nicht zu kurz, denn Yasmin ließ uns an ihrer eigenen Planung teilhaben und wir konnten sehr gut nachvollziehen wie eine sinnvolle Planung auszusehen hat. Besonders wichtig ist hier die zeitliche Anpassung an das Alter der Kinder: 15 Minuten konzentriertes Arbeiten sind hier wertvoller als eine halbe Stunde mit „halber Kraft“, als auch der Wechsel im Ablauf der Tätigkeiten. Nach einer Viertelstunde Rechnen ist das Schönschreiben oft nicht mehr so interessant. Einer spannenden Geschichte zuzuhören und diese dann nachzuerzählen macht da schon mehr Spaß.

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Jeden Morgen trafen wir uns zur gemeinsamen Andacht, und wir durften auch drei Vorträgen von Sacha beiwohnen. Seine Worte haben uns wohl oft mitten ins Herz getroffen, denn sie gaben den Anlass über wichtige Themen in und um die christliche Familie und Erziehung nachzudenken.

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Während dessen spielten die größeren Kinder am Sportplatz oder im angrenzenden Wald. Obwohl sich die meisten Kinder hier zum ersten Mal getroffen haben, fanden sie schnell zueinander und erzählten am Abend von neuen Spielen und Abenteuern die sie erlebt haben. Die Allerkleinsten kamen sogar in den Genuss einer Betreuung. Sie konnten malen oder basteln, sich schminken lassen und nach draußen zum Spielen gehen.

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Am Samstag veranstalteten wir einen bunten Abend. Zuerst konnten wir einem wunderbaren Zeugnis über eine Gebetserhörung von Aurora lauschen und dann trug eine Familie alle Bücher der Bibel als selbst komponiertes Lied vor. Natürlich wurden auch lustige Spiele gespielt.

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Nach einer letzten Andacht am Sonntagmorgen machten sich die Familien wieder auf den Weg nach Hause.

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Zu guter Letzt möchte ich noch anmerken, dass mich die Gemeinschaft der Familien am meisten beeindruckt hat. Vor allem da hier wirklich die unterschiedlichsten christlichen Konfessionen vertreten waren. Doch wie Sacha so schön gesagt hat: die Antwort auf unsere Fragen finden wir in der Bibel. Sie ist unsere Grundlage und das hat man an diesem Wochenende wunderbar spüren können.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Herbst,

Bettina Dekker

Fotos (bis auf zwei) von Virgil Ciprian Florea

 


 

 

Nur noch 2 Tage…..

…dann ist die Möglichkeit, bei der 3. Homeschooler-Freizeit dabei zu sein, vorbei!

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Charlotte – Mason – Workshop mit Yasmine Luethi

#Wie erstelle ich ein Naturtagebuch?

#Künstler,Dichter kennenlernen nach der Charlotte Mason Methode

#Homeschooling mit Vorschulkinder und Pubertierende

#5 Fehler,die ich bereut habe

#Fragen und Antworten zum Thema Charlotte Mason Methode

Anmeldungen zum Seminar


 

 

 

 

Tipps,wie du dein Kind zum Schreiben inspirieren kannst

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  1. Es muss den Schreibvorgang  verstehen lernen
  2. Was es erzählen kann, das kann es auch schreiben
  3. Es braucht einen Grund zum Schreiben (z.B.Tagebuch, )
  4. Es sollte zuerst von persönlichen Erfahrungen schreiben

Die Erzählung für das Kind aufschreiben, wenn es selbst dazu noch nicht fähig ist

 

Quelle:http://remembrancepress.com/6-tips-for-inspiring-your-child-to-write/

 


 

 

Rückblick …

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auf die Homeschooler-Konferenz in St. Gilgen

Mein Mann und ich sind nun das dritte Jahr als „Home-Teacher“ tätig und stürzten uns eigentlich ohne jegliche Vorbereitung in dieses Abenteuer. Der Grund dafür ist der, dass wir in einer Notsituation steckten und eine schnelle Entscheidung treffen mussten. Das christlich-reformpädagogische Privatschulprojekt meines Mannes wurde eine Woche vor Schulanfang nach genau vier Jahren Laufzeit abrupt beendet – und das „nur“ aus Gebäudegründen. Wir standen nun vor der Wahl – Regelschule oder Homeschooling? Denn eine vergleichbare Schule mit erschwinglichen Schulbeiträgen gibt es in unserer Gegend nicht. Mein Mann war derjenige, der das Homeschooling vorschlug. Ich stand noch zu sehr unter Schock, um irgendetwas Vernünftiges denken zu können. Eigentlich hatte ich mich darauf eingestellt, ab Herbst nur noch ein Baby zu Hause zu betreuen und die drei größeren Kinder gut versorgt zu wissen. Ich wollte meine ruhigen Vormittage genießen! Das gebe ich ganz offen zu.

Ideologisch hatten wir uns mit verschiedensten Reform-Pädagogen beschäftigt, da wir ja auch wissen wollten, was an „unserer“ Schule gelehrt wurde. Doch Homeschooling kannte ich nur aus der englischsprachigen Welt. Ich kannte niemanden in Österreich, der sein Kind zu Hause unterrichtete. Und nun sollte ich so jemand werden? Gerade hatten wir Pionierarbeit geleistet mit vielen bürokratischen und auch geistlichen Kämpfen, und jetzt sollten wir ohne Pause sofort wieder Pionierarbeit beginnen in anderer Form? Ich brauchte eine Weile, um mich an den Gedanken zu gewöhnen. Aber da hatte ich schon mein „Ja“ gegeben und steckte mittendrin. Die ersten Externistenprüfungen nahten und es ging ums „Eingemachte“. Mein Mann und ich hatten vereinbart, dass ich mit unserem Ältesten zu den Prüfungen fahren sollte.

Dort, in der NMS Pfeilgasse lernte ich dann zum ersten Mal Eltern von anderen Externisten kennen und stellte fest, dass einige von ihnen schon sehr viel Routine hatten. Der Austausch tat mir völligem Neuling sehr gut. Langsam bekam ich etwas Einblick in die „Szene“.

Die ersten zwei Jahre kämpften wir uns so halbwegs vorwärts. Wir lernten „by doing“. Es war schon sehr anstrengend. Andererseits genossen wir als Familie die viele Zeit, die wir plötzlich miteinander hatten. Der Kampf um die ehemalige Schule hatte uns alle viele Opfer gekostet und wir fanden nun wieder ganz neu zusammen. Die Materialien, Möbel etc. des ehemaligen Projekts hatten wir in einer Halle gelagert und als es nun spruchreif wurde, die Sachen zu verkaufen, bekamen wir Kontakt zu Susi (Christian Homeschooler). Sie vermittelte uns einige christliche Schulen, die Interesse an den Sachen hatten. Durch sie bekamen wir auch die Einladung zur Homeschooler-Konferenz.

Ich war so erfreut! Endlich Leute, die so lebten wie wir – und noch dazu Christen waren! In unserem Bekanntenkreis wurde unser Homeschooling anfangs halbwegs akzeptiert, sozusagen als „Notlösung“. Doch als wir unser drittes Jahr begannen, wurden auch andere Stimmen laut. Negative, fast gehässige. Da tat es mir sehr gut, ein langes Wochenende lang Gleichgesinnte zu treffen und mal nicht der „Exot“ zu sein. Ich war alleine da, um zu sehen, ob diese Konferenz auch für uns als Familie in Frage kommen könnte. Und gleichzeitig, um mit den Zweifeln in meinem Inneren im Bezug auf Homeschooling aufzuräumen. Dieses Jahr hatten wir bereits drei Kinder zu unterrichten und ich hatte Bedenken, wie wir das schaffen sollten. Für mich war es nach wie vor eine „Übergangslösung“ und kein fixer „Lebensstil“.

Als Willkommensgruß lag ein Bibelvers auf meinem Kopfkissen und traf genau ins Schwarze. Es war für mich ein Zeichen, dass Gott mich hier haben wollte.

Das Programm beeindruckte mich. Sehr interessante Themen, Referenten aus verschiedenen Ländern, Parallele Kinderprogramme für verschiedene Altersgruppen. Meine ersten Eindrücke: Die Unterkunft war nett, ein typisches Jugendgästehaus. Die Verpflegung ok, der Lärmpegel beim Essen sehr hoch. Die Teilnehmer bunt gemischt, teils mit noch sehr kleinen Kindern. In drei Worte zusammengefasst: Bunt, lebendig, inspirierend. Ein besonderes Geschenk war es für mich, einige „fertige“ Homeschool-Absolventen als sympathische, verantwortungsbewusste junge Erwachsene zu erleben. Das und was ich auf dieser Konferenz sonst mitbekam an Input, persönlichen Geschichten und Erfahrungen, hat mir geholfen, mich wirklich voll und ganz zu entscheiden für unseren eingeschlagenen Weg. Zumindest für dieses Jahr. Was Gott die nächsten paar Jahre mit uns vorhat, wissen wir noch nicht. Homeschooling ist auf jeden Fall eine gute, prägende, bereichernde Erfahrung für uns.

Maria Lang, geb. 1976, lebt mit ihrer Familie in Wieselburg, Niederösterreich.

Sie unterrichtet gemeinsam mit ihrem Mann seit 3 Jahren ihre 4 Kinder zu Hause und ist daneben als Autorin, Illustratorin und Referentin tätig. Ihre beiden Bücher „Einmal auftanken bitte! – 52 Atempausen für Mütter“ und „Kinder, Kirche, Kuchenkrümel – Mit Gott durch meinen Mama-Alltag“ sind im Neukirchener Verlag erschienen. Auf der Seite www.meinefamilie.at schreibt sie regelmäßig Blogs zu verschiedenen Themen .

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