Kunstunterricht

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Es sieht so aus, als ob viele Schulen entweder hier und dort ein bisschen Kunst über ihren Lehrplan drüberstreuen oder das Thema aufgrund von zeitlichen Problemen ganz weglassen. Keine dieser Vorgehensweise hat einen großzügigen Lehrplan als Ziel im Auge.

Charlotte Mason ist da einen ausgeglichenen Weg gegangen. Einerseits hat sie genügend Zeit für all ihre Schüler eingeplant, damit sie die Kunst der anderen schätzen und andererseits gab es genügend Möglichkeiten, die eigene Kunst auszudrücken. Auch wir können das tun, egal, wie es mit unseren künstlerischen Fähigkeiten steht.

 

Kunstwertschätzung

 

Ein Schätzen der Kunst kommt durch eine Methode namens Bildstudie zustande. Alles, was dazu nötig ist, sind 10-15 Minuten pro Woche. Und so wird eine Bildstudie unterrichtet.

  1. Such dir einen Künstler bzw. eine Künstlerin aus und bleibe dabei 12 Wochen.
  2. Einmal pro Woche suchst du dir ein Werk des Künstlers aus und betrachtest es mit den Schülern solange, bis sie die Details auch mit geschlossenen Augen vor sich sehen können.
  3. Lass anschließend die Kinder erzählen, wie das Bild aussieht, indem du es verdeckst oder hinter deinem Rücken versteckst.
  4. Schaut euch dann nochmal das Bild gemeinsam an und sprecht über andere interessante Details.
  5. Hänge das Bild für den Rest der Woche zuhause auf.

 

In der darauffolgenden Woche schaut euch ein anderes Bild des gleichen Künstlers an. Das macht ihr einmal pro Woche und solange, bis ihr sechs bis acht Bilder eines Künstlers durchgemacht habt. Ihr könnt auch eine lebendig erzählte Biografie eines Künstlers lesen und vergesst nicht, den Künstler auf dem Jahrhundertbuch einzutragen.

Am Ende der 12 Wochen werdet ihr ein ziemlich gutes Gefühl für den Stil und die Ideen des Künstlers entwickelt haben, die er durch die Werke vermitteln wollte. Das Gleiche mach dann mit einem weiteren Künstler.

Charlottes Wunsch war es, die Kinder in die Welt der großen Ideen der Künstler durch deren Werke einzuführen und sich dann zurückzuziehen. Sie hat keine Kunstkurse bzw. Interpretationskurse für Kunst abgehalten sondern die Kinder ermutigt, sich die Werke selbst genau anzuschauen und sich dann ihre eigene Meinung zu bilden.

 

Kunstausdruck

 

Charlotte leitete ihre Schüler auch an, wie sie sich selbst ausdrücken konnten. Sie plante Zeit für Kinder ein, damit sie frei nach ihren Vorstellungen zeichnen konnten bzw. das, was sie in ihrer Umgebung wahrnahmen. Methoden waren das Töpfern, Malen, Zeichnen und Kohlezeichnen.

Es gibt nicht viele detaillierte Informationen, wie Charlotte Kunst unterrichtete, aber viele ihrer Prinzipien für den Unterricht im Basteln waren die gleichen.

  1. Plane den Kunstunterricht für den Nachmittag ein, damit du mehr Zeit zur          Verfügung hast und die kürzeren Stunden am Vormittag schon vorüber sind.
  2. Sag den Kindern, dass sie immer ihr Bestes geben sollen.
  3. Um die Kinder zu ermutigen, ihr Bestes zu geben, zeige ihnen langsam und geduldig, was sie tun sollen.
  4. Achte darauf, dass die Projekte immer auf die Fähigkeiten abgestimmt sind. Fordere sie heraus, aber überfordere sie nicht.
  5. Suche Projekte aus, die Sinn machen und gib ihnen keine Aufgaben, die dann einfach weggeworfen werden. Die Kinder sollen Zeit und Mühe aufbringen und dann ein Erfolgserlebnis haben, etwas vollbracht zu haben.

 

Kunst ist ein wunderbares Werkzeug, das Abwechslung in euren Tag hineinbringt und die Gedanken der Kinder mit dem, was gut, schön und großzügig ist. Mit Charlottes einfachen Methoden  musst du kein Kunstexperte sein, um deinen Kindern das Geschenk der Kunst vermitteln zu können.

mehr über Charlotte Mason


 

 

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