Monthly Archives: November 2015

Fürs Leben lernen : Homeschooling

 

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Ein Interview mit Dr. Auke Boersma ,Obmann des Vereins Homeschooler.at

 

Mit freundlicher Genehmigung von LOGO_RM_Österreich_72dpi_RGB

 

Hier geht’s zum Interview–> Lebenshilfe: “Fürs Leben lernen (3): Homeschooling”

 


 

 

Warum Mathe so schwer ist ?

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Non vitae, sed scholae discimus sagte Seneca, („Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir“) ist ein Seneca-Zitat (epistulae morales ad Lucilium 106, 11–12, ca. 62 n.Chr.), in dem er seine Kritik an den römischen Philosophenschulen seiner Zeit äußert.

(Zitat aus Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Non_vitae,_sed_scholae_discimus)

Tatsächlich, jedes System, das an und für sich gut gemeint ist, endet mit einem in sich geschlossenen System und hat wenig Bezug bzw. Realität zu anderen Systemen.

So ein „Stiefkind“ ist auch die Mathematik.

Bis jetzt habe ich auf meine Frage „Wie geht es mit dem Lernen/mit der Schule?“ immer prompt die Antwort erhalten „Gut, nur mit der Mathematik hapert es“.

Mathe ist der Schreck der Schule und der Ausbildung. Mathe ist – so wie die Schule sie vermittelt – ein in sich geschlossenes System mit anscheinend keinem Bezug zur Welt, in der wir leben.

Ich habe selbst jahrelang Nachhilfe in Mathe gehabt, habe in Wirklichkeit all meine Mathe- Prüfungen nur mit Nachhilfe geschafft – auch auf der Uni. Ich war selbst kein Mathe-Genie und alle haben sich gewundert, wieso ich Naturwissenschaften – die auf Mathe basieren – so gut verstehe und komplizierte Vorgänge mit Leichtigkeit ausrechne, obwohl ich nicht gut in Mathe bin.

In einem Schulversuch meiner Tochter, die Merkmale eines angehenden Mathe-Genies zeigte, kam doch der Beschluss, sie sei nicht gut in Mathe und tatsächlich, ihre Genie-Merkmale sind verschwunden und sobald das Wort „Mathe“ kommt, klickt es bei ihr auf „uff, schwer im Kopf“ und plötzlich ist es schwer.

Warum ist das so? Wie kann man das ändern? Bei mir hat sich da was verändert. Eines Tages traf ich ein echtes Mathe-Genie. Dieser Mann konnte in Sekundenschnelle komplizierte Rechnungen in den vier Grundrechenarten lösen, und das alles nur durch Kopfrechnen. Als er hörte, dass ich Informatik studierte, kam er mit Begeisterung auf mich zu, in der Annahme, dass ich Mathematik genauso leidenschaftlich liebte wie er. Durch ihn habe ich das Schöne an der Mathematik entdeckt, er war frei von der ganzen Last der Schulmathematik, er hatte echt Spaß, Dinge zu berechnen und die Schönheit der Mathematik zu betrachten. Von den Grundrechenarten sprang er zu komplizierten Gaußschen Funktionen, zu Reihen, die ich nur auf der Uni gelernt habe und er kapierte, warum das so war, warum das notwendig ist.

Durch diese Begegnung hat es bei mir dann irgendwann „klick“ gemacht und ich verstand plötzlich das Warum, ich verstand die Zusammenhänge und konnte einen Sinn für Mathe erfahren. Es war wie eine andere Welt.

Mathe hat einen Zweck; es ist die Grundlage, auf dem alles Physische, alles Materielle aufgebaut ist. In der Bibel steht, dass Gott die Welt mit Weisheit gebaut hat. Ich wage es zu behaupten, dass diese Weisheit Mathematik ist. Alle Sprüche sind voll von Ratschlägen, Weisheit zu erlangen und sie zu befolgen.

Mathe ist möglicherweise die wichtigste Disziplin des Lebens.

Ich möchte euch noch von einer Begegnung erzählen: Ich traf eine betagte Frau, die Analphabetin war. Als sie im Schulalter war, gab es gerade Krieg. Die Schulen waren geschlossen. Nach dem Krieg war sie schon groß genug, um auf der Familienfarm zu arbeiten. Da es damals an Arbeitskräften mangelte, wurde sie dort eingebunden und hat nie lesen gelernt. Dafür hat sie aber die Geschäfte ihrer Familie nach dem Tod der Eltern weitergeführt. Sie hat auch als Angestellte gearbeitet, und jetzt ist sie in Pension. Mir ist bei ihr aufgefallen, dass sie sehr gut rechnen konnte. Sie konnte Geld lesen, die Zahlen lesen und sie hat alles ohne Schwierigkeiten nachrechnen können. Sie war keinen Tag in der Schule und sie konnte auch keine Buchstaben lesen. Das war für sie nie ein Hindernis, rechnen zu können.

Mathe ist nicht schwer. Jeder kann das, sogar jemand, der nicht einmal lesen gelernt hat.

Wir Menschen kennen Grundlagen der Mathematik, ohne Mathe zu lernen. Ein Kind, das die Zahlen kennt, fängt irgendwann an, mit diesen Zahlen zu spielen und addiert, subtrahiert, ohne zu wissen, dass das, was er tut, so heißt. Genauso spricht das Kind ohne zu wissen, dass es gerade Nomen, Verben, Präpositionen usw. ausspricht, so wie es auch nicht weiß, dass die Sätze, die es spricht, ein Subjekt und Prädikat haben.

Ein Erwachsener wird auch nicht bewusst so sprechen: „Jetzt sage ich ein Verb, jetzt kommt ein Nomen…“ Er spricht einfach.

Wenn wir über die Straße gehen, kalkulieren wir in Bruchteilen von Sekunden, ob wir genug Zeit haben zu überqueren, bevor das Auto, das gerade auf uns zukommt (und dessen Geschwindigkeit wir nicht kennen!). Üblicherweise schaffen wir auch eine gute Schätzung abzugeben, sonst würde sich nie jemand über die Straße wagen. Der Jäger, der einen Hirsch erlegt, erledigt ganz komplizierte Rechnungen im Kopf. Wenn Mathe schwer wäre, würden wir niemals Wild essen können.

Eine Aufgabe, die diese Berechnungen darstellt, sieht mit mathematischen Formeln irrsinnig kompliziert aus. Alleine beim Anblick der Rechnung würde uns ganz schwindlig werden.

Mathe ist für unser Gehirn nicht schwierig; wir rechnen ständig. Nur wenn wir plötzlich aufgehalten werden und das, was wir rechnen, auf Papier aufschreiben sollen, sind wir so wie ein Tausendfüßler, der gerade gefragt wurde, wie er es schafft sich fortzubewegen ohne zu stolpern. Dann stolpern wir, und wir wissen nicht mehr wirklich, wie wir das schaffen.

Nach der Gaußschen Verteilung (=Statistik) wählen die meisten Menschen den gleichen Weg. So können Sachen standardisiert werden, davon lebt die Technik. So sind auch die Schulbücher entstanden, die aber sequenziell zu bearbeiten sind. Doch bei Mathe subtrahieren einige Kinder, bevor sie addieren, einige fangen überhaupt gleich mit dem Dividieren an. Und so wie der Tausendfüßler stolpert und nicht weiter weiß, stockt auch das Kind beim Anblick der Mathe-Aufgabe und sagt: „Uff, schwer“.

Die Reihenfolge ist bei jedem Menschen anders. Wenn jeder die Freiheit hat, das für sich selbst herauszufinden und seine Rechnungswege selbst aufbauen darf, kann jeder ein Mathe-Genie werden.

Mathe ist nicht schwer. Was vielleicht schwer ist, ist den eigenen Weg zu finden, besonders wenn vorgegebene Wege aufgezwungen werden. Wenn wir das wissen, können wir mit einer anderen Perspektive auf die Mathe-Aufgaben herangehen und sie bewältigen.

 Aurora ist eine Homeschool-Mutter aus Wien mit einer Tochter im HU (9J.) und war Referentin auf der Homeschooler-Konferenz 2015


 

Category: Allgemein | Tags:

Warum ich den November mag

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Nun ist er wirklich da, der nebelige, kalte November. Bei vielen verhasst, das kalt-graue Nass. Wurden wir bis vor kurzem noch mit herrlichen Sonnentagen verwöhnt, die zum Werken im Garten einluden, müssen wir uns nun langsam an den Regen und das Grau gewöhnen. Doch nicht alles ist trist im November. Ich habe einige sehr bunte und lebensfrohe Seiten an diesem vorletzten Monat des Jahres entdeckt. Ja, ich habe ihn richtig liebgewonnen!

Das Leben verlagert sich nun deutlich von draußen nach drinnen und die Zeit im Freien beschränkt sich meist auf einen flotten Spaziergang. Da ich sehr gerne und bei jedem Wetter spazieren gehe und auch öfters die Kinder dazu mitnehme, erlebe ich auch zu dieser Jahreszeit immer wieder spannende Dinge. Wir finden jede Menge tolles Sachunterrichtsmaterial im Garten und im Wald! Sogar ein totes Eichhörnchen haben wir gefunden, was gleich Anlass gab zu einem Gespräch über den Tod und das Leben danach. Meine beiden Jüngsten sind fest davon überzeugt, dass wir das Eichhörnchen im Himmel wiedersehen werden!

Der November bildet den notwendigen Kontrast zum geschäftigen Altweibersommer davor und der stimmungsvollen, aber oft stressigen Adventszeit danach. Mir tut es gut, die feuchte, gereinigte Luft einzuatmen und Zeit zum Nachdenken zu finden.

Ich starte eine meiner Gartenrunden. Die goldenen Blätter sind bis auf einen kleinen Rest von den Bäumen gefegt. Einen großen Haufen davon haben wir für die Igel als Winterquartier vorbereitet. Unser kleines „Herbstprojekt“. Die Vögel haben den Weißdornbusch vor unserem Fenster ganz kahl gepickt. Wir haben sie von unserem „Ausguckfenster“ dabei beobachtet. Ein paar Handvoll Weißdornbeeren habe ich für uns „gerettet“. Einen Teil davon in Essig gelegt, einen Teil getrocknet. Die Äpfel sind, bis auf ein paar, die wir für die Vögel hängen lassen, abgeerntet. Auch davon haben wir einen Teil in Scheiben geschnitten, auf Metallsiebe aufgelegt und getrocknet. Wir lieben Dörrobst und Apfeltee! Am Nachmittag, wenn es bereits um halb fünf Uhr dunkel wird, kochen wir uns des öfteren eine Kanne Tee und genießen dazu gesunde Knabbereien. Manchmal gibt es auch Maroni. Ich liebe es, mit den Kindern diese herrliche Jahreszeit so bewusst zu genießen!

Gerne sitzen wir zusammengekuschelt auf der Couch, um Geschichten zu lesen. Das würde uns im Sommer um diese Zeit nicht im Traum einfallen!

Noch eine Freude hält der November bereit: Pilze! Solange es nicht wirklich kalt ist, sprießen sie überall aus dem Boden. Im Wald und sogar in unserem Garten haben wir Parasole und Champignons gefunden! Fliegenpilze natürlich auch, aber dass die giftig sind, weiß sogar schon unser Dreijähriger. Gebackene Pilze sind eines unser Familienlieblingsgerichte!

Ein weiterer kulinarischer Highlight dieser Jahreszeit: unser erstes Raclette der Saison. Die Vorfreude darauf beflügelt uns alle. Eifrig helfen wir zusammen, um ein buntes Raclette-Büffet vorzubereiten. Es gibt, ganz klassisch: Käse, Gemüse, Weißbrot, Essiggurken, Kartoffeln (sogar lilafarbene J), Knoblauchbutter und Saucen. Als besonderes Extra: Champignons aus dem Garten und Schweinefilet.

Es ist so einfach und doch so unglaublich lecker und die Kinder wollen gar nicht aufhören zu essen. Fröhlich reichen wir einander die bunten Zutaten, bis unser Kleinster verkündet: „Ich bin so satt, ich mag kein Blatt.“ Das Märchen „Tischlein, deck dich!“ mag er besonders gern. Nachdem der Abwasch erledigt ist (ein „Tischlein, räum’ dich ab!“ wäre manchmal sehr praktisch!), schnappe ich mir also das Märchenbuch und beginne die Geschichte vorzulesen. Zum etwa fünfundfünfzigsten Mal. Die Kinder können den Text zum Teil schon auswendig und ich muss lachen über ihre dramatische Darbietung. Einfach Zeit zu haben ist ganz eindeutig einer der Vorzüge dieses Monats. Ich kann es nur immer wieder neu feststellen: ich mag ihn, den November. Ohne ihn wäre mein Jahr bei weitem nicht komplett.

 

Maria Lang, geb. 1976, lebt mit ihrer Familie in Wieselburg, Niederösterreich.

Sie unterrichtet gemeinsam mit ihrem Mann seit 3 Jahren ihre 4 Kinder zu Hause und ist daneben als Autorin, Illustratorin und Referentin tätig. Ihre beiden Bücher „Einmal auftanken bitte! – 52 Atempausen für Mütter“ und „Kinder, Kirche, Kuchenkrümel – Mit Gott durch meinen Mama-Alltag“ sind im Neukirchener Verlag erschienen. Auf der Seite www.meinefamilie.at schreibt sie regelmäßig Blogs zu verschiedenen Themen .

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Category: Gastblogger | Tags:

Das Ziel vor Augen behalten

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Vor einem Jahr hörte ich das erste Mal von C2C. Meine Freundin Crystal erzählte mir von ihrem Traum quer durch England zu wandern, und zwar von Küste zu Küste, daher der Name (coast2coast).

 

Im August vergangenen Jahres realisierte sie mit ihrem Mann Ethan ihren Traum. In nur sechzehn Tagen wanderten sie 192 Meilen (309 Kilometer).

 

Dank Instagram und einem kleinen handgeschriebenen Buch von Wainwright “Wandern von Küste zu Küste” konnte ich ihr Abenteuer auch von der anderen Seite des Kanals täglich mitverfolgen. Manchmal schlenderte ich durch eine atemberaubende Landschaft, ein andermal trottete ich entlang eintöniger Felder. Es gab Momente, wo mich herrlicher Sonnenschein wärmte. An manchen Tagen machten mich Wind und Regen fertig. Da waren gerade und flache Strecken, ebenso wie felsige und steile Aufstiege.

 

Als ich Crystal fragte, wie sie so etwas durchstehen konnte, sagte sie bedeutungsvoll: “Ein Schritt nach dem andern.”

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Ausdauer

Die C2C-Reise ist ein lebendiges Beispiel für die Kraft von Beharrlichkeit “standhafte Ausdauer trotz Opposition oder Hindernissen.”

 

Ausdauer spielt eine wichtige Rolle für jeden, der quer durch ein Land wandern möchte. Charlotte Mason war der Meinung, dass es ebenso entscheidend für jeden sei, der gerade dabei ist, eine Gewohnheit einzutrainieren.

 

“Takt, Wachsamkeit und Ausdauer sind Eigenschaften, die jeder von uns haben sollte. Wenn wir sie haben, ist das Kind schnell bereit, die neue Angewohnheit anzunehmen.” (Vol. 1, S. 122)

 

Da Gewohnheiten durch Wiederholung eingelernt werden, ist es klar, dass Ausdauer Teil eines Trainings einer neuen Gewohnheit ist. Es kann aber auch der schwierigste Teil sein.

 

Viele von uns starten mit großen Hoffnungen und Träumen in unseren Herzen, und erst arbeiten wir für eine Weile treu daran. Aber wenn wir dann auf Hindernisse oder auf Widerstand stoßen, kommen wir ins Wanken und geben auf.

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Klar möchtest du, dass das Zimmer deines Kindes ordentlich aufgeräumt ist, aber wenn du dich das 15. Mal diese Woche mit der schmutzigen Kleidung auf dem Boden auseinandersetzen musst, wird man leicht entmutigt und denkt sich, ob es sich wirklich auszahlt, dranzubleiben.

 

Du hast auch vor, mit deinem Kind in einem freundlichen Ton zu reden, aber wenn du des Öfteren am Tag deine Beherrschung verlierst, wird dir der Wind aus den Segeln genommen.

 

Ausdauer ist oberstes Gebot.

 

Einige C2C-Erfahrungen mit praktischen Tipps werden uns ermutigen, ausdauernder in unserem Tag-für-Tag-Training von Gewohnheiten zu sein. Im Folgenden gibt es sechs Ideen, die Crystal geholfen haben, einen Schritt nach dem anderen zu gehen.

 

1. Halte dir das Ziel vor Augen.

 

Verliere nie aus den Augen, was du erreichen möchtest. Auch wenn andere aufgeben, halte dir dein Ziel vor Augen. Crystal formulierte das so: “Ich wusste, dass ich das machen wollte. Ich wusste, ich konnte es schaffen. Ich hasse es aufzugeben. Gib NIE (niemals) auf. Und deshalb machte ich weiter… Sogar als ich hörte, dass andere den Bus nahmen und sich Autos und Boote mieteten. Ich wusste, dass ich es mir selbst beweisen musste, dass ich es schaffen konnte.”

 

2. Setze dir kleine Ziele, um ans Ziel zu gelangen

 

Crystal und Ethan konzentrierten sich auf kürzere Strecken zwischen den Städten und Herbergen. Sie versuchten nicht, auf einmal von Küste zu Küste zu gelangen. Es half ihnen, sich “kleinere erreichbare Ziele” zu setzen und zu sehen, dass diese erreicht wurden.

 

Mach es genau so, wenn du Gewohnheiten einübst. Du kannst wahrscheinlich nicht erwarten, dass dein Kind sofort in allen Bereichen ordentlich wird (Bücher, Zimmer, Kasten, Schmutzwäsche). Setze “kleine erreichbare Ziele”, die dich dem großen Ziel näher bringen und konzentriere dich darauf, ein Ziel nach dem anderen zu erreichen. Jeder kleine Erfolg, der erreicht wird, hilft dir dranzubleiben, damit du dich dein Endziel erreichst.

 

3. Gehe im Glauben voran

 

Crystal hat Probleme damit, das B12-Vitamin aufzunehmen. Daher braucht sie regelmäßige Injektionen, die ihren Energielevel auf einem normalen Niveau halten. Ihr war klar, dass sie während ihrer Zeit in England so eine Injektion bekommen musste, um die Strecke zu schaffen. Sie wusste aber nicht, wie das anstellen sollte. Sie überlegte mehrere Möglichkeiten, aber keine schien eine perfekte Lösung zu sein. Trotzdem ließ sie sich nicht davon abhalten, weiterzumachen. Sie ging los und erkundigte sich in diversen Orten und Städten nach Lösungsmöglichkeiten, als sie schließlich entdeckte, dass einer der anderen Wanderer die Antwort war. “Gott hatte Ann, eine Krankenschwester und Wegbegleiterin, vorherbestimmt, mir die Injektion zu geben, als sie fällig war.

 

Im Begriff Ausdauer wird deutlich, dass Hindernisse unweigerlich auf uns zukommen. Man weiß vielleicht nicht welche vor uns liegen, aber lass das kein Hindernis sein, nicht loszumarschieren. Es könnte sein, dass es schwieriger wird als erwartet, es könnte aber auch leichter sein. Geh los, auch wenn du nicht alle Antworten auf alle Fragen hast. Auch wenn du nicht immer die Lösungen für deine Hindernisse entlang des Weges sehen kannst, du kannst dir sicher sein, dass auf Gott und sein rechtzeitiges Eingreifen Verlass ist. Er ist unser bester Beistand.

4. Umgib dich mit Ermutigung

 

Genauso wie du zögern würdest, von Küste zu Küste alleine loszumarschieren, ist es eine gute Idee, sich Ermutigung und Unterstützung für das Training von Gewohnheiten zu holen. Cyrstal erklärte uns, wie ermutigend und erbauend es war zu wissen, dass Freunde und Familie hinter ihnen standen und sie anfeuerten.” Ihr Mann war ihr größter Fan: “Mein treuer Führer und Mitstreiter Ethan war so positiv und ermutigend!” Leute, die dich entlang des Weges ermutigen können, sind lebensnotwendig.

 

Überleg dir, welche Aktionen und Veranstaltungen dich stark machen und ermutigen. Highlights auf Crystals Marsch waren Dinge wie fabelhafter Tee, heiße Bäder und sinnvolle Besichtigungen. Vielleicht ist ja Lesen, Stricken, Malen, Spazieren, Backen, Singen oder Spielen etwas für dich? Was auch immer dir hilft dranzubleiben auf deinem Weg, schau, dass du alles machst, was dazu beiträgt, dich zu ermutigen.

5. Lebe im Jetzt

 

Eins der Dinge, die Crystal auf ihrem Weg geholfen hat war “innezuhalten und im Jetzt zu leben.” Ein schwieriger Aufstieg mag vielleicht morgen auf dich zukommen, aber heute – gerade jetzt – konzentrierte sie sich auf das schöne Stück Land, auf dem sie heute stand.

 

Anstatt an alle Dinge, die sie noch nicht erreicht hatte, zu denken, war sie dankbar für das Jetzt. Wie schon erwähnt, halte nach kleinen Erfolgen Ausschau und feiere diese!

 

6. Ruhe dich aus, wenn es nötig ist

 

Crystal und Ethan haben Tage der Ruhe und Erholung auf ihrer Reise eingeplant. Sie achteten darauf, dass sie genügend schliefen.

 

Achte darauf, dass du genügend Schlaf und Möglichkeiten zum Ausruhen bekommst. Pausen wirken sich auf deine Einstellung und deine emotionale Gesundheit aus! Es mag schwer sein zu glauben, dass das Schlafpensum, das Mutter bekommt, eine schwerwiegende Auswirkung auf das Gelingen bzw. Misslingen beim Einüben einer Gewohnheit hat. Vermutlich stimmst du mit mir überein, dass Geduld, Güte und Takt einfacher im Umgang mit anderen zu leben ist, wenn man ausgeruht ist.

 

Möge es dir gelingen, Ausdauer einzuüben, auch wenn Hindernisse und Widerstand auf dich zukommen. Du wirst es brauchen, um Gewohnheiten zu trainieren!

Quelle: https://simplycharlottemason.com/

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3 Gründe, warum Schüler nicht schreiben können

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