Was macht eigentlich ein gutes Buch aus?

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Die Ferienzeit steht an und unsere Kinder/Teens sind heiß darauf, gute Bücher mit in den Urlaub zu nehmen. Wenn sie in die lokale Bücherei gehen, so sind interessante, lesenswerte, spannende, sprachlich kreative, in die Tiefe gehende, inspirierende  Bücher kaum noch in den Regalen zu finden. Oft zeugen die Buchdeckel schon von den dunklen und fantastreichen Inhalten, die nur noch wenig mit Charakterbildung und schon gar nichts mehr mit der Realität zu tun haben.

So schauen wir als Familie oft im Internet, was denn der weltweite Markt zu bieten hat. Da wir zweisprachig sind, ist die Auswahl dort ein wenig größer. Darum haben wir uns Gedanken darüber gemacht, was macht denn eigentlich für uns ein tolles Buch aus und wie finden wir es im deutschsprachigen Raum? Leider muss man heute sehr darauf achten, von welchem Verlag man Kinder- und Jugendbücher liest, da viele neue Übersetzungen weit vom Original abweichen und die Sprache bei den Übersetzungen immer mehr verwässert wird. Daher lohnt es sich, gebrauchte Bücher alter Jahrgänge zu kaufen bzw. sich genau die Kommentare zu einzelnen Buchtiteln bei diversen Online Anbietern durchzulesen.

Unsere Kinder lieben Bücher in denen reale, also entweder bereits verstorbene oder noch lebende Charaktere vorkommen. Ihre Beschreibung sollte nicht oberflächlich sein, ihre Eigenschaften nicht zu perfekt oder zu negativ. Die Entwicklung der Person(en) sollte klar zu erkennen sein, am besten natürlich hin zum Guten.

Da Kinder von Natur aus neugierig sind und gerne ihre Umwelt erforschen, sollte ein Buch einen Beitrag zur kulturellen Bildung leisten. Sowohl die Charaktere des Buches, als auch die Wortwahl, sowie die geographische und zeitlich-historische Einordnung des Inhaltes sollte dazu beitragen, dem jungen Leser / der jungen Leserin seinen / ihren Horizont über andere Kulturen und Weltteile und -ereignisse zu erweitern, so dass er/sie immer weiter versteht, wie die Dinge dieser Welt besonders auch in zwischenmenschlichen Bereichen funktionieren. Die ganze Handlung sollte natürlich faszinierend und fesselnd geschrieben sein, oder auch lustig und amüsant , dabei überzeugen, so dass sie einen innerlich so bewegt, dass man das Buch am liebsten nicht mehr bei Seite legen möchte. Wenn es dann auch noch eine schöne Sprache hat, die sowohl leise und als auch laut flüssig zu lesen ist, dann gibt es kaum noch etwas, was unsere Kinder davon abhalten kann, sich gemütlich aufs Sofa zu setzen oder in eine Hängematte zu legen und mit dem Schmökern anzufangen. Letztendlich zeigt sich doch ein interessantes Buch auch daran, dass man es immer wieder lesen möchte oder es gerne anderen weiterempfiehlt.

 

Bücher für Lesealter 6 Jahre bis 14 Jahre:

 

Karl May (alle Bände) ab 12

Jules Verne : in 80 Tagen um die Welt ab 12

Daniel Defoe: Robinson Crusoe ab 12

Robert Stevenson: Die Schatzinsel ab 12

Mark Twain: Tom Sawyer und Huckleberry Finn ab 10

Die Eine-Million-Pfund Note ab 12

Alexander Dumas: Die drei Musketiere ab 12

Rudyard Kipling: Das Dschungelbuch ab 10

Ivanhoe: Robin Hood ab 10,

Frances Burnett: Der kleine Lord ab 8

Johanna Spyri: Heidi ab 8

Erich Kästner: Emil und die Detektive, Anton und Pünktchen, die Zwillinge, Das fliegende Klassenzimmer ab 8

Caroline Lawrence: (ab 10 Jahre geschichtlich) Die Piraten von Pompeji / Die Diebe von Ostia / Der Koloss von Rhodos / Das Pferderennen von Rom /

Henry Winterfeld: Caius, der Lausbub aus dem alten Rom / Timpetill – die Stadt ohne Eltern ab 10

Bücher von Janet und Georg Benge (Biographien):

Eric Lidell: Olympische Gold / Graf Zinsendorf / Georg Müller / ab 10

Elizabeth Sherill: Der Schmuggler Gottes ab 12

Roald Dahl: Boy: Schönes und Schreckliches aus meiner Kinderzeit ab 10

Lucy Montgomery: Anne auf Green Gables (mehrere Bände)  ab 10

Laura Ingalls Wilder: Unsere Kleine Farm (mehrere Bände) ab 8

Mary Pope Osborne: Das magische Baumhaus / Forscherhandbuch (viele Bände) ab 8

Willi Fährmann: Der lange Weg des Lukas / Die Bienmann Sage / Das Jahr der Wölfe / Kristina, vergiss nicht  etc/ ab 12-15 J

Rainer M. Schröder: Die wundersame Weltreise des Jonathan Blum ab 13

Judith Kerr: Als Hitler das rosa Kaninchen stahl (und zwei Folgebänd) ab 12

Dietlof Reiche: Der Bleisiegelfälscher ab 13

Klaus Kordon: Die roten Matrosen (und zwei Folgebände)ab 13

Meindert de Jong: Das Rad auf der Schule ab 10

E. B. White: Wilbur und Charlotte ab 8

Scott o’Dell: Insel der blauen Delfine ab 9

Alexander Milne; Puh der Bär, Gesamtausgabe ab 5

Beatrix Potter: Peter Hase, Sämtliche Abenteuer ab 5

Michael Bond: Geschichten von Paddington ab 6

Arnold Lobel: Frosch und Kröte ab 5

Äsop Die Fabeln: Neu erzählt von Gisbert Haefs ab 8,

 

Trotzdem noch tolle Bücher in Englisch:

z. B. von Diane Stanley. Z. B. Peter the Great, Michelangelo, Joan d’Arc etc.

 

Weitere tolle Buchtipps findet ihr hier

Autorin dieses Beitrags ist die Mutter von Anonymia


 

 

One comment on “Was macht eigentlich ein gutes Buch aus?

  1. Danke für diesen post. Solche Büchertipps können wir immer gebrauchen. Die meisten kennen wir schon, aber es hat doch noch neue Tipps dabei.

    P.S:
    Stimmt genau, in der Bücherei wurde ich kürzlich auch SEHR enttäuscht, was da angeboten wird. Dabei gäbe es so guten Lesestoff! MEGA schade.

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