Abmeldung zum häuslichen Unterricht

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Abmeldung zum Hausunterricht

Gemäß § 11 Abs. 2 des Schulpflichtgesetzes 1985 kann die allgemeine Schulpflicht auch durch die Teilnahme an häuslichem Unterricht erfüllt werden, sofern der Unterricht jenem an einer im
§ 5 leg. cit genannten Schule (aus­genom­men die Polytechnische Schule) mindestens gleichwertig ist.

Die Teilnahme an einem häuslichen Unterricht ist von den Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten jeweils rechtzeitig vor Beginn des Schuljahres anzuzeigen. Am besten nach dem Erhalt des Zeugnisses.

Erziehungsberechtigte erhalten für ihre schulpflichtigen Kinder, die zum häuslichen Unterricht angemeldet sind: Gratisschulbücher (gegen den üblichen Selbstkostenbeitrag) – Bezug erfolgt  über die Sprengelschule, eventuell Prüfungsschule

Nach fristgerechtem Einlangen der Anzeige über den häuslichen Unterricht hat die Bildungsregion zu überprüfen, ob die Gleichwertigkeit des häuslichen Unterrichtes gegeben ist. Wenn mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, dass dies nicht der Fall ist, hat die Bildungsregion die Teilnahme an diesem häuslichen Unterricht zu untersagen. Wenn keine Untersagung erfolgt, kann der häusliche Unterricht begonnen werden.

1. Download des Formulars beim zuständigen LSR

2. Formular, Geburtsurkunde, Meldezettel eingeschrieben an die Bildungsregion senden bis spätestens 6 Wochen vor Schulbeginn!

Oberösterreich:

Niederösterreich

Wien

https://www.wien.gv.at/amtshelfer/kultur/bildung/bildungseinrichtungen/externistenpruefung/haeuslicher-unterricht.html#

Steiermark

Burgenland

Hier konnte ich nichts eindeutiges finden. Wahrscheinlich kann man online den Antrag einbringen:

Kärnten

Abmeldung zum Hausunterricht

Tirol

Abmeldung zum Hausunterricht

Vorarlberg

Geschafft! – Von Externistenprüfungen in Coronazeiten

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Externistenprüfungen in Coronazeiten

Unsere Externistenprüfungen im Corona – Jahr haben wir (diesmal mit enormer Anstrengung) geschafft. Eine siebte Klasse Mittelschule, vierte Klasse Volksschule und ein Zweitklassler. Durch den Beginn der rasanten Ausbreitung des Virus und die darauffolgenden Schulschließungen konnten wir unseren Plan, jedes Monat eine Nebenprüfung ablegen, nicht durchführen. Der eingelernte Geschichtestoff musste warten, welchen wir Ende März ablegen wollten. Wir hatten keine Ahnung wie lange die Schule geschlossen sein würde, aber eine Stimme in meinem Kopf sagte mir:

“Lerne normal weiter. Es wird uns Homeschoolers nichts erleichtert werden.”

So war es auch. Die Externistenprüfungen liefen wie gewohnt ab, nur musste mein Sohn innerhalb weniger Wochen sieben Prüfungen runterspulen. Das war ein Kraftakt für ihn und für mich, da ich daneben noch meine zwei Volksschüler vorbereiten musste.

Eine besondere Herausforderung hatte ich außerdem mit meinem lieben Mittelschüler, der dazu tendiert, den Lernstoff der Hauptfächer, den wir das ganze Jahr kontinuierlich lernen, ab Mai wieder zu vergessen. Dann stehen wir sozusagen wieder am Anfang, bis auf den kleinen Unterschied, dass nur ein paar Wochen bis zur Externistenprüfung bleiben…

Rethinkingmemory.com

Auf meiner Internetrecherche wie ich dieses Problem lösen könnte, stieß ich auf Florian Wurm und seine Gedankenpaläste. Er erklärt ein System, wie man Gelerntes in kurzer Zeit so abspeichert, dass es nicht sofort wieder vergessen wird. Mit dem kostenlosen Speed Learning Starter Guide geht es gleich in die Materie und man beginnt langsam das System zu verstehen. Für unsere Prüfungen war diese Info leider schon zu spät, aber in diesem Sommer werde ich mich definitiv damit auseinandersetzen!

Buchtipp für den Sommer

Diesen Fund möchte ich euch auch nicht vorenthalten, der auf meiner Sommer-Leseliste ist:

1% Methode für Homeschooler

Evaluieren, was gut ging oder schlecht lief und eine Verbesserung durch neue kleine Angewohnheiten anstreben. 1% klingt wenig, aber die Wirkung steigt im Laufe der Zeit exponentiell an.

Ein lesenswertes Buch, das spannend geschrieben ist. Es ist nicht alles neu, manches kenne ich natürlich schon von anderen Autoren, aber James Clear bringt alles klar verständlich und ansprechend auf den Punkt. Nach den ersten Kapiteln möchte man sofort das Gelesene umsetzen.

(Zum Thema Planung folgt demnächst ein neuer Beitrag.)

So, jetzt seid ihr dran:

Wie waren eure Erlebnisse bei der Externistenprüfung? Was werdet ihr im kommenden Schuljahr verändern? Schreib mir ein Email oder kommentiere unter dem Posting.

Eure Susi

News in the air

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In unseren Köpfen springen Ideen wie kleine Funken durch die Luft. Verlöschen und verschwinden wieder, so geht das jetzt seit ein paar Monaten. Doch das Feuer ist entfacht. Der Funkenflug hinterlässt Spuren und ja wir wollen dieses Projekt jetzt gemeinsam angehen. Es nimmt Form an und wird konkret.

Zwei erfahrene Homeschoolmums wollen aus dem Nähkästchen plaudern. Wir haben viele unterschiedliche Erfahrungen mit Schule und Homeschooling gemacht. Diese Schätze wollen wir mit euch teilen und dafür ist es wichtig, dass wir wissen welche Themen euch unter den Nägeln brennen. Fragen erwünscht – egal, ob ihr selbst Homeschooler seid, gerade überlegt damit zu beginnen oder Herausforderungen in der Regelschule habt und nicht wisst wie ihr euer Kind gut unterstützen könnt. Fragt uns!

Wir sind dabei einen Podcast zu gestalten, der im Laufe dieses Jahres online gehen soll. Das ist zumindest mal unser Plan. Umso mehr Fragen wir von euch bekommen, um so besser können wir diesen Podcast auf eure Bedürfnisse ausrichten.

Susi Mashraki hat 7 Kinder und 5 davon wurden zu Hause unterrichtet. Sie ist von uns beiden auf alle Fälle die erfahrenere Homeschoolmum. Ihr Wissen reicht von der 1. Klasse Volkschule bis hin zur 4. Klasse Mittelschule. Ihre Tochter Sarah macht jetzt die High School. Somit hat Susi auch Erfahrungen mit einem unkonventionellen Weg nach der 4. Klasse Mittelschule. Wenn euch interessiert, wie sie mit dem Homeschoolen begann, könnt ihr diese beeindruckende story bei mir nachlesen. So wie ich, fing sie an ihre Kinder daheim zu unterrichten, da ihre Tochter eine Lernschwäche hat – Legasthenie. Durch ihr Engagement ging Julia nicht in die Sonderschule, sonder wurde zu Hause unterrichtet. Deshalb ist Julia jetzt eine erfolgreiche Buchhändlerin und bereit alle beruflichen Wege einzuschlagen, die ihr am Herzen liegen. Susi hat sich viel Wissen über Legasthenie angeeignet. (https://www.homeschoolerinaustria.at)

Ich decke intensive Homeschoolerfahrungen von der 2. Klasse bis in die 4, Klasse Volkschule ab. Meine Besonderheit ist, dass ich so zusagen ein Schulzwitter bin. Ich habe nie alle Kinder gleichzeitig unterrichtet. Zwei meiner Kinder besuchten immer das reguläre Schulsystem. Ich bin also mit einem Fuß im System und mit dem anderen außerhalb. Während des Lock Downs habe ich dadurch auch sehr deutlich die Unterschiede zwischen echtem und Corona Homeschooling erfahren (Everyday/Corona Homeschooling). So wie Susi bin auch ich mit den Lernschwächen meiner Söhne konfrontiert. Legasthenie und Dyskalkulie (Rechenschwäche) gehören zu unserem Schulalltag, wobei ich sagen muss, dass ich vor allem erfolgreiche Erfahrungen im Bereich Dyskalkulie vorweisen kann.

Viele Kinder mit Lernschwächen haben eine andere Wahrnehmung wie der Durchschnitt der österreichischen Schüler. Deshalb fällt es ihnen oft auch viel schwerer sich lange zu konzentrieren. Beide haben wir erfolgreiche Strategien entwickelt unsere Kinder „online“ zu halten.

Diese Erfahrungen und vieles mehr wollen wir mit euch teilen. Deshalb schreibt uns eure Fragen, Wünsche und Interessen diesbezüglich.

Heidi Collon: hello@stroh-im-kopf.at

Susi Mashraki: homeschoolersinaustria@gmail.com

Heidi
Susi

Da bin ich wieder!

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Leider war diese Seite für kurze Zeit nicht erreichbar! In der stressigen Externistenprüfungszeit kann man schon mal das Aktualisieren vergessen…

Da dieses Jahr unser Seminar ausfällt, bereiten wir für euch Video Clips für Homeschool- Starter vor.

Schreib mir doch, welche Themen dich interessieren würden!

Bis bald,Susi

Kategorie: Allgemein, Persönlich

Keine Gnade für “echte” Homeschoolers ?

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Offener Brief an Herrn Bundesminister Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann

Sehr geehrter Herr Bundesminister Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann,

das zuletzt in vielen Medien so genannte „Homeschooling“ ist in den letzten Wochen und Monaten in aller Munde. Man meint damit, dass mehr als eine Million österreichischer SchülerInnen nicht mehr in ein Schulgebäude gehen, sondern von LehrerInnen mit gedrucktem oder digital verfügbarem Lehrmaterial aus der Ferne versorgt werden, die sie dann zu Hause durcharbeiten. Man  bezeichnet es daher auch treffender als „Telelearning“. Alle Beteiligten stimmen darin ein, dass dies eine besondere Herausforderung für LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern bedeutet. Von Letzteren erwartet man nach Möglichkeit eine tatkräftige Unterstützung vor allem der jüngeren SchülerInnen in Volksschule und Unterstufe.

Diese große Beachtung und Wertschätzung des „Homeschoolings“ freut uns vom Verein ‚Homeschoolers.at – Bildung zu Hause Österreich‘.

Jedoch wird darüber ganz vergessen, dass es eine Minderheit von Familien gibt, die sich schon immer für diese Form der Bildung entschieden haben, die im österreichischen Amtsdeutsch als ‚häuslicher Unterricht‘ bekannt ist.  Etwa 2200 Kinder sind es jährlich in Österreich, die von den Eltern zu Hause unterrichtet werden und sich im Laufe des Schuljahres einer Externistenprüfung  an einer öffentlichen Schule unterziehen müssen, um den Lernfortschritt am Schuljahresende mit einem Externistenprüfungszeugnis zu dokumentieren.

Ich schreibe Ihnen heute als Obmann des Vereins und als aktiver Homeschooling-Vater von vier Kindern. Meine Frau und ich haben unsere vier Kinder zu Hause unterrichtet, 3 Kinder sind mittlerweile am Gymnasium Hollabrunn, unser jüngstes Kind (13 Jahre alt) wird noch zu Hause unterrichtet.

Wie Sie wissen, begann die Corona-Krise zu Beginn des zweiten Semesters 2019/20. Dies ist üblicherweise die Zeit, in der die meisten SchülerInnen im häuslichen Unterricht mit den Externistenprüfungen beginnen. Diese wurden in unserem Fall schon vor Beginn der Schulschließungen (am 29.02.) sofort alle abgesagt. Diese Absagen waren für uns nicht nachvollziehbar, da bei einer Exernistenprüfung nur ein Prüfer oder eine Prüferin und ein Schüler oder Schülerin zusammen kommen und ein Abstand leicht einzuhalten ist. Auch für Kinder von Eltern in „systemrelevanten“ Berufen bestand ja auch immer während der Krise die Möglichkeit, weiter in der Schule unterrichtet zu werden. Dies wurde von etwa 6.600 Kindern österreichweit wahrgenommen.

Ab 20.04. wurden von Ihnen als zuständigem Bundesminister der Plan für die Öffnung der Schulen vorgelegt. Für die SchülerInnen im häuslichen Unterricht gibt es laut unserer Prüfungsschule in NÖ keine Regelung. Daher hängen wir „echten Homeschooler“ völlig in der Luft.

Insgesamt dürfen die SchülerInnen an den Regelschulen mit ministeriell gebilligten oder verordneten Erleichterungen rechnen. Zum Beispiel finden bis Schuljahresende keine Schularbeiten mehr statt, sondern die Noten werden auf der Basis der  im ersten Semester und in der Telelearning-Zeit erbrachten Leistungen ermittelt. Für BerufsschülerInnen gibt es Sonderregelungen für das Aufsteigen und Erleichterungen für Wiederholungs- bzw. Nachtragsprüfungen.

Auch für Kinder im häuslichen Unterricht führte die Coronakrise zu einer Verschlechterung der Lernbedingungen. Im Fall meiner eigenen Familie müssen sich 3 Kinder im Distance Learning, die von LehrerInnen mit sehr vielen Arbeitsaufträgen eingedeckt werden und ein Kind im häuslichen Unterricht den Platz und die vorhandenen, auch digitalen Ressourcen teilen. Alle Kinder brauchen Unterstützung durch die Eltern. In diesem Fall arbeitet meine Frau ‚systemrelevant‘ als Hebamme, ich als Wissenschaftler im Homeoffice. Dies sind mehr als suboptimale Lern- und Arbeitsbedingungen.

Von anderen Familien im häuslichen Unterricht habe ich gehört, dass sie bereits von ihren Prüfungsschulen Prüfungstermine für alle Fächer erhalten haben, die sehr gebündelt am Ende des Schuljahres stattfinden sollen. Dies ist eine starke Erschwerung der Prüfung. Eine solche Externistenprüfung bedeutet z.B. für ein sechs- bis fünfzehnjähriges Kind, dass es den kompletten Lehrstoff eines Schuljahres für alle Fächer zu einem Zeitpunkt X parat und in einer extremen Stresssituation (Prüfung durch eine fremde Person an einem fremden Ort ohne Wiederholungsmöglichkeit) abrufbar haben muss.

In unseren Augen stellt dies keine Erleichterung und Entgegenkommen, wie sie an öffentlichen Schulen angedacht ist, sondern eine starke Erschwerung der normalen Prüfungsbedingungen dar. Es liegt nahe, dass auch die durch Telelearning beschulten SchülerInnen der Regelschulen einer solchen Prüfung nicht gewachsen wären.

Wir fordern daher Sie als Bildungsminister auf, allen Bildungsdirektionen konkrete Vorgaben für die Abhaltung von Externistenprüfungen zu geben, damit die Zeit der Unsicherheit und des Hinhaltens beendet wird. Wir fordern weiterhin, dass sich die erschwerten Lernbedingungen in den Familien und Prüfungsbedingungen durch ausgefallene Prüfungstermine auch in der Durchführung der Externistenprüfung und der Beurteilung der SchülerInnen im häuslichen Unterricht widerspiegeln.

Wir „echten Homeschooler“ (Familien im häuslichen Unterricht) sind zwar nur eine Minderheit, leisten aber genauso unseren Beitrag zum Bildungssystem und zur Gesellschaft in Österreich wie andere Familien auch. Im Allgemeinen sind Minderheiten in unserer Demokratie besonders geschützt – von der Minderheit der „Homeschooler“ kann man dies in der Regel nicht behaupten.

mit freundlichen Grüßen

Dr. Auke Boersma
Obmann Homeschoolers.at – Bildung zu Hause Österreich

Unterschreibe die Petition